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Aufrechthaltung der Mannszucht.
Vor allen der schwierigste Auftrag, welchen er dem Ober-sten Acnim während seiner Abwesenheit ertheilt, war: die Auf»cechthaltung der Mannszucht. Wallenstein wußte sehrwohl, daß eine solche Bande angeworbener Landstreicher und Ue-berläufer nur durch die größte Strenge in Ordnung gehaltenwerden konnte. Noch schlimmer aber stellte sich die Sache da-durch, daß weit ärger, als der gemeine Mann, die Offiziere, undvon diesen wiederum vornehmlich die hohem Befehlshaber, sichdie gröbsten Gewaltthätigkeiten erlaubten. Auf seinem Rückwegedurch die Mark gingen dem Herzoge die bittersten Beschwerdenzu, und es mußte wohl arg getrieben worden sein, wenn selbstder brandenburgische Minister, Graf Schwarzenberg, der sich sonstgern gefällig erwies, sich ein Herz faßt«, und an Wallensteinschrieb: „Da der Kurfürst so treu und devot gegen den Kaisergewesen, sein Land sammt Städten und Pässen in des GeneralsHand gestellt und dies dennoch zur Wüstenei gemacht worden,so möchte er selbst bedenken, was für zuäioi« darüber fallen wür-den! Mancher würde achten, als ob ein geringer Unterschiedwäre, ein Land auf eine Zeit lang gar wegnehmen, oder es sozurichten, daß Kind und Kindeskind nichts davon zu genießenbekäme. Der General möchte ihm diese seine Freiheit zu Gutehalten, denn er meine eS gut mit der gemeinen Sache und wollees gern sehen, daß all« Desperation verhütet werde und Friedeund Freundschaft zwischen dem Kaiser und dem Kurfürsten blei-ben." Der Herzog wollte die Schuldigen mit aller Streng«bestraft wissen, konnte aber, da die Befehlshaber sich selbst dieschändlichsten Erpressungen erlaubten, nicht immer durchdringen.Unter denen, die am ärgsten hausten, wird der Name des kai«