Wehs, und beförderte ihn nicht weiter. Der Grund davon ist un-bekannt. Friedrich liebte aber die Ingenieurs im Allgemei-nen nicht, auch bewegte ihn der Graf Schmer tau nur nach lan-ger Mühe, einen Generalstab zu errichten. Es liegt bisweilen inder Natur eines großen Genies, das Ingenium monopoli-siren zu wollen.
Müllet wollte nun seine neuen Ansichten vieler Zweige seinerBerufökunst bekanntersehn, (vielleicht dabei mittelst des schriftstelle-rischen Gewinns seine Umstände verbessern) und bearbeitete mehrereAuszüge seiner Hefte für den Druck. Allein der Monarch berei-tete Liesen Absichten gewöhnlich Hindernisse.
Im bayrischen Erbfolgekriez stand Müller bei dem Armeekorpsdes Prinzen Heinrichs, der ihn noch aus früherer Zeit her schätzte,und sich feiner vorzüglich zum Rekognosciren bediente. Diesen zwaruntergeordneten, aber sehr wesentlichen Theil der Kriegskunst, berei-cherte er ungemein, so wie man mit Ueberzeugung behaupten darf,daß jeder kriegswiffenschaftliche Stoff, der von ihm berührt wurde,Erweiterung empfing.
Im Jahre 1779 wurde Potsdam abermals seine Garnison,wo er nun bis zum Tode Friedrichs II. blieb, und sein Dienst-geschäft meistens im Unterweisen der Offiziere der Garde, undPagen bestand. Für sich arbeitete er aber gleich nach demKriege, seine Anweisung zur militärischen Plan-und Kartenzeich-