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1 (1807) Erster Band enthaltend: Die Lagerkunst / [Ludwig Müller]
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305
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noch nicht erörtert, oder uns wenigstens noch nicht hinlänglich aus-einander gesetzt zu seyn scheinen.

H. 299.

Wenn der Schlöffe! eines Lagers (§. 228 Terrain §. n8)oder dessen höchste Gegend so lieget, daß der angreifende Feind,bevor er dahin gelangen kann, den größesten Theil des Lagers zu-vor erobern, und die aus ihrer Stellung verjagten Truppen dahinauftreiben mäste, so ist alsdenn die Befestigung dieses Schlussesnicht allemal nöthig. Wenn dagegen'derselbe nicht in des LagersMitte, oder auf dem mit zugänglichen Terrain umgebenen Flügelläge, und mithin dieser Schlüssel gleich Anfangs der Schlacht vomFeinde zum Angriffspunkte gewählt werden könnte, so muß er be-festigt werden. Denn der Feind wird sein mehresteö und größesteSGeschütz da herum in einem halben Zirkel auffahren und denen denSchlüssel vertheidigenden Bataillons mit einem dermaßen konzrntri-renden und kreuzenden Kanonen und Haubrtzenfeuer zusetzen, bisihn die noch nicht getödteten Vertheidiger verlassen müssen, und so-dann wird ihn sein bestes Fußvolk ersteigen. Wollte man auchdie andern Theile des Lagers vom Geschütze entblößen, und solchesgröstentheils auf den Schlüssel zusammenführen, so wird auch diesesdie Eroberung desselben nicht verhindern können, weil bekanntist, daß die Schüsse aus zu hochgestellten Kanonen nur einbohrend,und auf dem im halben Zirkel herumstehenden Feind nur zerstreut.Erst« Band. A q