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1 (1807) Erster Band enthaltend: Die Lagerkunst / [Ludwig Müller]
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315
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§. ZU.

Wenn nun Hiebei etwas zuverlässiges geleistet werden soll, sogehöret dazu vor allen Dingen eine Zeit von wenigstens drei. Ta-gen, und eine richtige Ausnahme des ganzen Terrains bis auf ei-nen starken Kanonenschuß ruud um das Lager, auch weit mehrSchanzzeug, als eine Armee mit sich führt, wovon jedoch diejeni-gen Armeen ausgenommen werden, welche zu Belagerungen be-stimmt sind, oder welche sich unter einer Festung verschanzen wollen.Denn eine Belagerungs-Armee führt mehrere Wagen voll Schanz-zeug aller Art mit sich, und in einer jeden Festung muß solches inMenge vorrathig seyn. In andern unvorhergesehenen Fällen, wobeieine Armee in die Nothwendigkeit versetzt ist, sich stark zu ver-schanzen, muß das dazu nöthige Schanzzeug aus den nächstenOrtschaften zusammengetrieben werden, und bei dieser Gelegenheitsind denn auch alle Stadt-und Land-Zimmerleute mit ihremHandwerközeuge, und einige bis ;oo Vauerkerle mit Aexten her-beizutreiben, weiche sogleich mit Verhauen und Anfertigung derPallisaden, Spanischen-Reiter, Communications - Brücken, u. M.den Anfang machen müssen.

§. ZIL.

Einige Punkte der Umfangs- Linie des Lagers springen nuneinem jeden Sachkundigen gleichsam in die Augen, und diese wer-den auch sogleich als die Armee nur eingerückt ist, zuerst mit

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