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1 (1807) Erster Band enthaltend: Die Lagerkunst / [Ludwig Müller]
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317
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welche ihre Befestigung allein der Axt, dem Spade und der Hackezu danken haben, bedürfen allerdings längerer Zeit zur Fertigung,daher denn auch dergleichen Lager zum voraus, und sogar schon zuFriedenszciten verschanzt zu werden pflegen.

§- ZrZ-

Befinden sich vor der Fronte und auf den Flügeln einesdergleichen Lagers breite, mit Erlen bewachsene Brücher, wie sol-ches bei Bunzelwitz und Colberg der Fall war, so müssen dieseErlen nicht abgehauen, und dadurch nach sonstiger Lehre, eineräume und freie Aussicht verschafft werden. Diese Erlen verhin-dern dem Feinde den wirksamen Gebrauch seines Geschützes, indemer darüber weg im Bogen feuern muß, und auch unsere dahintergetroffene Anstalten nicht entdecken kann; nur allein die da hin-dnrchführenden Fahrdämme und Wege werden hintereinander stel-lenweise verhauen, die Brücken und Durchführten verdorben, da-hinter Querabschnittc gemacht, und diese mit Fußjägern und klei-nen Kanonen besetzt. Das im Bruch fließende Wasser muß alledrei bis 500 Schritt auseinander in seinem Bette mit Faschinenverpackt, und davor Verhaue gemacht werden, damit das Wasserwenigstens in seinem freien Laufe aufgehalten, und der Bruch da-durch noch unzugänglicher wird, wenn allenfalls hieselbst nicht einevöllige Ueberschwemmung (Verschanzungskunst §. 2ist 261.)zu Stande gebracht werden könnte. Sind sodann oberwarts