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Lehrbuch der Kriegswirtschaftslehre : oder Grundsätze zur Verwaltung des Kriegswesens, im Frieden und im Kriege / von C.M. Morin ; nach der zweiten Ausgabe der französischen Grundschrift frei übersetzt, mit einer Einleitung, berichtigenden Zusätzen und Anmerkungen versehen von Ferdinand von Schmid
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XXXVI
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Freilich! er konnte diese Erfahrung aus demjeden seines Vaters geschöpft haben.

Moncecucoli aber drückt sich darüber so aus:Vorzüglich viel komint darauf an/ daß man gute>Fürsorge für die Lebensrnittel trifft,denn davon hangt derganzeErfolg desKrieges ab. So viele Heere sind zu Grund gegan-gen, so viel gut entworfene Anschläge sind zu nichtegeworden, - man hat auch wegen Mangel an Lebens-micteln in den letzten Kriegen so viel Ungemach ge-habt, daß man unerträglich nachlässig seyn würde,wenn man künftig aberinals solchen Beschwerdenunterliegen müßte.

Im Jahre >537 ward ein schönes Heer von16000 Mann zu Fuß und 800 zu Pferd uncerAnführung des Johannes Corvinus ohneSchlacht von einer geringen Zahl Türken besiegt*).

Im Jahre 1600 führte der Herzog vonMercoeur ein Heer zum Entsatz der von denTürken belagerten Festung Canischa, es gieng ihmaber ebenso schlecht, denn er mußte aus Mangelan Lebensmitteln die Festung übergehen lassen undkonnte sein Vorhaben nicht ausführen.

Wie könnte auch der Soldat arbeiten, wennman ihm weder zu essen noch zu trinken giebt?

*) Nie, Isthuaufi res Hungar. CoJ. i685, L, Xlll.