XXXII
müsse. Der Hochmuth seiner Umgebung verlangtedazu königliche Pracht. Es war aber nicht einmalzur Reise Geld da. Nun erbot sich Galloway wohldas Reisegeld vorzuschießen / zu königlichen Auf-wand aber reichte seine Truhe nicht. So gewannPhilipp Zeit/ mit ihr neuen Muth/ und mit ihmrroberre er Madrit wieder.
Während dem 1707/ K a r l auf das flehent-lichste von England Geld zu borgen suchte/ machteman in Wien bei den Vermahlungsfeyerlichkeitender Schwester des Kaisers Leopold mit dem Kö-nig von Porcugall so ungeheuern Aufwand / daßdie Engländer selbst ihn als übertrieben tadelten.
Wundere sich demnach einer über die Athener/denen man vorwirft/ daß das Geld welches sie un-nützerweise für die Vorstellungen der Trauerspiele desSophokles und Euripides verwandt / sich auf einehöhere Summe belaufen/ als was sie in ihrenKriegen wider die Perfer zur Vertheidigung ihrerFreiheit und Unabhängigkeit aufgewandt hatten*).
Mit Geld werden nicht blos gemeine Leutezum Verrath gewonnen / auch Generale dienen alsSpione**) / sogar die Heerführer selbst sind zu
*) I’Iutarch. cle glor. Athen. Vol. II. p. 34g,
**) Z. B. Colmenero dem Prinz Eugen.
Ligne. T. XII. p, i83.