Plutarch giebt den Valerius Publieola für ihren Urhe-ber aus.
Plutarchi vita Pnblicol. c, 12.
Er behauptet, Valerius habe dem Volke Erlaubniß ver-schafft, daß es zwei Ouäst. wähle, damit solche das zumKriege nöthige Geld nach Maaßgabe des Vermögens «derBürger zusammenbrächten; in Verfolg dessen 120,000(nehmlich aeris) in dem Tempel des Saturnus hinterlegtund den Ouästoren die Obhut anvertraut worden. Dieersten seyen Publ. Veturius und M. Minutius gewesen.
Auch Zonaras sagt, die Ouäst. seyen erwählt worden,damit die Macht der Cvnsuleu nicht zu groß gelvorden.
Pomponius aber sagt, sie seien erst bei einer Vermeh-rung des Schatzes aufgckrmmen.
I. 1 , Is. L. 1 , sit, 2 . de orig, juris.
Die Luastvren hg^terl die Aufsicht auf das Aerariumwo die Fahnen und Waffen aufbewahrt wurden.
August nahm sie ihnen und gab sie den Prätvren.
Sueton, in Aug. c, 36.
Tac, ann. L, XU 1 c. 29*
Claudius gab sie den Ouästoren zurück.
8uetou in Oiaucl, c, 2*.
Tacit, Ann, 1 , c,
Nero setzte die Prätvrc» wieder vor.
'.Tacit, Hist. L. IV. c. 9.
Sie hatten die Verpflegung im weitesten Sinne untersich, und eben so die Einnahme von der Kriegsbeute undvon den Provinzen.
Auch die Rechtspflege versahen sie in leinzelnen Falle»/
Sueton in Jul, c* 7,
A, Gellius. L, Xlll, c, i 3 .
Die Ouästoren waren daher l>as, was die Intendanten^ in den französischen Heeren sind.
Der Ouästor stand auch im Dienst unter dem Feldherrnvdcr Prätor.
Scipio Afr. hatte in Sicilien den M. Pore. Cato zumOuästor; dieser hieng der Parthci des Fabius an, sie stan-den daher ganz und gar nicht in dem Verhältniß als Vaterund Sohn, wie es seyn sollte, wenn wir