üderdieß berichtet, daß Chasteler den 29. zu St. Groth undder Bannus in Gnaß gestanden habe; daß er bei Gratz einGefecht geliefert, dann aber zurückgezogen; Marmont undBrouisier härren sich vereinigt, wohin sie sich gewendet, seynoch unbekannt; daß vom Feinde nur 200 in Papa, zooin Töth, in O denburg 6oc> Mann seyen, sonst in der gan-zen Gegend nichts stände.
Abends erhob sich ein gewaltiger Sturm, ein heftigerGußregen füllte die Graben mit Wasser, und machte alleTritte unsicher; mit großer Mühe wurden die Pontons inden todten Arm gebracht, allein die Vollendung dieser Brückeverzögerte sich. Der Erzherzog ließ die Graben und da,wo man ausbrechen konnte, untersuchen, und es zeigte sich,daß theils wegen des gesammelten Wassers schwer durchzu-kommen sey» und der schlüpfrige Boden keinen festen Trittgestatte, folglich es unmöglich war, ordentlich und schnelldurchzudringen; endlich konnte auf der Donau nach derPelschen, und von dieser an das jenseitige Ufer wegen desäußerst heftigen Sturmes nicht gefahren werden. Diesesnöthigte den Erzherzog den Uebergang auf den 5. Mittagszu bestimmen, überzeugt, daß er bei Tage weniger verlierenwürde, und eher ein Erfolg zu hoffen sey, als in solchenUmstanden, bei dieser Witterung, in der Nacht. Die Nach,richten, welche von Seiten der Insurrektion kamen, zeigtensolche Irrthümer an, wie daß MacdoNald durch den Bar»,nyerwald nach Wesprim gerückt sey ! l z Regimenterseyen vorgesendet worden. Mesko sey nach Vereinigungmit dem F. M. L. Chasteler nicht bei demselben geblieben,sondern er habe den Marsch um das südliche Ufer desPlattensees herum fortgesetzt, um dann zum Gros der In-surrektion zu stoßen. S i ch e r war es unstreitig auf b i e-fe m Wege, das laßt sich nicht bestreiken, aber mit Cha-steler vereint, wartn bedeutende Offensivbe-wegungen möglich gewesen l!
Um 5 Uhr früh, als der Erzherzog aus dem Brücken-kopf in die Stadt zurückkehrte, begegnete ihm auf derBrücke