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her hoben ihre Kinder empor, wiesen auf den von fernenFlammen bkrtrothen Himmel, und riefen die Rache derVorsehung an, wenn man sie verlasse! — Alles er»Heuerte den Schwur, in Noth und Tod dem Kaiser undVaterland gelte» zu seyn.
Die Uebermacht dieses feierlichen und schaudervosienAugenblicks, die Ebre der Waffen, die Verheißungen derhochtönenden Aufrufe, mit welchen man das Land betretenhatte, die akre Liebe zu denTyrolern, die Ueberzeugung vondem ernsten Willen des Hofes, daß zu ihrer Vertheidigungdas Aeußerste geschehen solle, siegten in dem ritterlichen,mit Furcht und Zweifeln von jeher unbekannten GemütheChastelers über die warnenden Einwendungen einer blosberechnenden Klugheit, und über untergeordnete tak-tische Rücksichten. — Die falschen Kundschaftsnach-richten hatten den ersten Keim zu dem Unfälle von Wörgelgelegt. Vollendet wurde er dadurch, daß in der Nachtvor dem Treffen der größte Theil des Landsturms, der sichwenig Stunden vorher noch so mannhaft geschlagen, undWunder des Muthes und Volkshasses gezeigt hatte, theilsum Lebensmittel zu holeu, theils erschreckt durch die in die-ser Nacht wiederum den Himmel rörhenden Flammen, sichverlief. Andere Haufen, namentlich der des Haller Krön-wirths Joseph Sträub gaben keinen Ersatz hiefür, ge-horchten den eigenen Anführern nicht, zerstreuten sich aufden Anhöhen, und machten aus einer Ferne, wo nicht ein-mal das grobe Geschütz hatte wirken können, ein beständi-ges, unnützes, nur irreführendes Feuer. Chasteler hattesich offenbar denTyrolern aufgeopfert, und wurde ge-rade an diesem Tage der Aufopferung von ihnen ver-lassen, dem einzigen, der mit dem sonstigen Ruhmihrer Waffen und ihres unerschütterlichen Ausharrensnimmermehr gleichen Schritt halten darf.
Wie wenig der durch falsche Kundschaftsnachrichtenirregeführte Commanbirende von dem Ausgang dieses Ta-ges eine Ahnung hatte, oder daran dachte, die ganze baie-