Ruhe gebrachten Orten über Nackt in einem Haufe zu blei-ben, wie er nicht einmal Seirmpatrouillm auszuschickensich getraue, wie er die grausamsten Drohungen ^derglei-chen die Aufrufe des Marschalls Lefevre) immerfort mitden schönsten Verheißungen paare, wie sehr er wünsche,das Land nicht durch Blutvergießen, und nicht als eineWüste, sondern durch friedliche Künste und Lockungen wie-der zu gewinnen, alsdann nur die Hauprorte mir einer instrenger Zucht gehaltenen Garnison zu besetzen, und esnoch als einen Beweis unerhörter Gnade und LangmuthNapoleons anzunehmen, daß das insurgirte Tyrol noch sogeschont, eigentlich aber dadurch das siebente Armeecorpsum so schneller wieder disponibel werde, um NapoleonsHauptmacht bei Wien zu verstärken, und ihm den Haupt-schlag, den er vorhatte, mit umso viel größeren Streit-kräften führen zu helfen.
Die Folge wird zeigen, durch welche Zufalle sich derFeind in dieser Rechnung selbst betrogen habe.
Auf dem Brenner wurde am 17. Mai zwischen demCommandirendcn und den Generalen Freiherr« von Buol,Schmidt und Marschall, ein Kriegsrath gehalten; derOberste Volkmaun, welcher statt des Generals Marfchallseit einigen Tagen das Commando im südlichen Tyrol führte,konnte wegen Kürze der Zeit nicht dazu eintreffen. Eswurde hier eine, auf die kräftige Mitwirkung des Landesberechnete, sehr zweckmäßige Disposition entworfen, welchedurch die Besetzung Trients und des Brenners,Aufstellung der Reserve auf den so wichtigen Höhen vonSck> abs, und Beobachtung des Puffert hales,über die Behauptung Lyrols, selbst gegen eine bedeutendefeindliche Macht, keinen Zweifel übrig ließ.
Aber schon wenige Stunden darauf änderte sich wie-der diese ganze Anordnung, indem aus dem HauptquartierVillach der durch mehrere unglückliche Vorfalle mskivirteBefehl einlangte, F. M. L. Marquis Chasieler habe sichmit allen unterhabenden Truppen an den Erzherzog Johann