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Hause zu Innsbruck, sein Ehrenwort, den F. M, L. Cha-steler und Hormayr durchs Standrecht hinrichten zu las.sen, versteht sich, wenn er ihrer habhaft werden sollte. Stattder Antwort auf jene Depesche reichte er dem Baron Veyderdie bekannte vom 9. Mai aus Cnns datirte AchtserklärungNapoleons gegen den F. M. L. Chasteler,
Zwei Tage vorher hatte Wrede dem Major Teimereine Majorsstclle und lebenslängliche Pension als Preis fürdie Beruhigung des Volks geboten. Nun, da er mit Ba-ron Beyder wieder kam, hatte er nur Drohworte für ihn —ja nur ein Zufall hinderte den Vollzug des Befehls, sichTeimers zu bemächtigen, obgleich er als Parlementär gc.kommen war. —-
Der Zufall verdient bemerkt zu werden, daß eben jenerUebermuth und die uneröffnete Rücksendung der Depeschedes F. M. L. Chasteler Schuld waren, daß Tyrol nichtschon im Momente der Schlacht von Aspern verloren, unddie Corps von Deroy, Rusca und Castella noch bis in dieHälfte des July beschäftigt worden sind. Baron Veyderund Teimer trafen am 21. Mai gegen Mittag in Bruneckenbei F. M. L. Chasteler ein. -— Dieser hatte durch einenCourier, der ihm bei B^unecken begegnete, die Nachrichtvom Verluste der einzig noch übrigen und um so wichtige,ren Cvmmunication von Villach erhalten, und die neuer-liche Ermächtigung, Tyrol in Gemäßheit aller frühern Be-fehle als eine selbstständige Festung aufs Aeußerste zu ver-theidigen. Wirklich schien dieses auch allen Profanen injedwedem gegebenen Falle das Rathsaniste, oder doch dasmindeste Uebel zu seyn. — Nicht unbedeutende feindlicheCorps wurden dadurch beschäftigt, ein größeres Corpsin Tyrol vermochte Mittel der Subsistenz zu finden, undauf eine Weise zu impvniren, die einem kleineren nicht zuGebote stand. Wurde dieses Corps allenthalben von einerUebermacht umringt, und zu einer Capitulation gezwungen,so würde es nirgends eine ehrenvollere erhalten haben,als da, wo der Feind am Meisten von ihm zu fürchten hatte,