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Unternehmung wieder von da zu vertreiben, oder ihnwenigstens zu zwingen, seine Macht zu theilen, und zuhindern, sich gegen den Brenner oder noch tiefer ins Ge-birge zu wagen, ein Unternehmen, welches sich aller-dings von mehreren Seiten auffallend empfahl.
Wie sich in Chastelers Hauptquartier zwei ParteienMit äußerster Erbitterung befehdeten, wovon die eine sichnur aus dem Lande heraus wünschte, um mit dem ErzherzogJohann vereint zu werden, die andere aberTyrol. wenn auchvon allen Seiten blockirt, als eine selbststandige Festungkraft der gegebenen Verheißungen aufs Aeußersie vertheidigtwissen wollte, geht am besten aus nachfolgenden Menstük-ken und Thatsachen hervor, den Reihen darunter führenddie von Chasteler an die Avantgarde unter dem GeneralBuol binnen 48 Stunden erlassenen Befehle, durch die die-selbe nimmermehr wußte, was sie thun sollte, und vor lau-tcr Hin- und Hermarschiren mehr todt als lebendig war.
7. ci, ck. Steinach am -5. Mai um 5 Uhr früh — erhalten auder Volderbrücke um -2 Uhr Mittags.
Sehr dringende Umstände erfordern, das Corps auf dem Bren-ner zusammenzuziehen. Der Herr General haben sich gleichnach Empfang dieses Befehls dahin zurückzuziehen, vor allenaber alles beihabende Geschütz in die obere Verschanzung desBrenners abzuschicken.
2. 6 . ü. Steinach am 7;. Mai um halb ir Uhr Mittags, er-halten an der Voldererbrücke um 4 Uhr Nachmittags.
Vermöge erhaltener günstigen Nachrichten, werde ich heuteAbends noch mit r« Bataillons Infanterie, 4 Cskad. Cavalle-rie und 70 Canonen nach Innsbruck vorrücken; indessen ist dieVoldererbrücke und das Friedberger Schloß gut zu besetzen.
<!. n. Steinach den r6. Mai um halb 1 Uhr nach Mitter-nacht , erhalten au der Voldererbrücke um 7 Uhr früh.
Wenn der Feind mit überlegener Anzahl Eure Wvhlgeb. anzu-greifen und zu werfen droht, so ist unverzüglich ihr Rückzugüber die Ellenbogen nach dem Brenner zn nehmen; nm denRückzug und die Rettung der Kanonen zn sichern, ist das SchloßFriedberg auf das Aenßerste zn vertheidigen.