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Das Heer von Inneröstreich unter den Befehlen des Erzherzogs Johann im Kriege von 1809 in Italien, Tyrol und Ungarn : durchgehend aus officiellen Quellen, aus den erlassenen Befehlen, Operationsjournalen u.s.w / von einem Stabsoffizier des k.k. Generalquartiermeister-Stabes eben dieser Armee ; [Joseph von Hormayr]
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lichstes zur Erhaltung des Orts und derJnsel thun, aber aller»vermag ich mich nicht in die Länge zu halten.

Stralsund, am zc>. Mai r8°g.

Schill.

Graf Voß ist wieder Sierangekommen. Ihm übergabMajor Schill eine halbe Stunde vor dem unglücklichenGefechte beiliegendes Schreiben mit - der dringenden Bitte umdessen sichere Bestellung. Nach Erzählung des Grafen würdeStralsund wenige Tage später, durch Ausräumung der Gräben,Einlassung des Wassers und Abbrechung der Zugbrücke sehrhaltbar worden seyn. Es waren 450 eiserne Kanonen vorhan-den, aber nur 51 gehörig bedient. Kurz vorher hatte Schilldurch ausgeschickte Fahrzeuge 700 Fässer Pulver genomme«, wel-che die Franzosen den Dänen von Stralsund aus zugeschickt hat-ten. Schill hatte bei sich 4 Escadr. Husaren, 4 Escadr. Ma-nen, 4 Escadr. reitender Jäger und 15— '800 Mann Infan-terie , bei welchen sich 2 Compagnien mit Piken bewaffneter jun-ger Putsche befanden, die überall unerschrocken auf den Feindstürzten. Von der schon früher vrganisirten schwedisch-pommcr-schen Landwehr, die Schill bei Todesstrafe aufgeboten hatte, warschon Etwas eingetroffen. Das Uebrige, 5000 Mann stark, er-wartete man in wenigen Tagen, denn die Stimmung war gut.Endlich hatten sich einige österreichische Versprengte anihn angeschlossen, so wie der größte Theil der von il-m bei Damm-garten gefangenen Meklenburg-Strelitzischen Trup-pen zu ihm übergegangen war. — Der Feind ließ Schill nichtZeit zur Vollendung der Befestigungsanstalten, und der Angriffgeschah auf einer Seite, wo Schill es am wenigsten vermuthete,und wo er seine schlechtesten Truppen aufgestellt hatte, dienach einem kurzen Gefechte die Flucht ergriffen. Wahrend derFeind auf den andern Punkten zurückgeschlagen wurde, drangendie Holländer auf jenem ein. Das Gefecht wurde allgemein,und Schill selbst blieb. Seine Truppen wurden nun von allen Sei-ten umgeben, doch schlug sich Rittmeister Bruw o,w an der Spitzeder Cavallerie durch, gelangte ans Thor, und ertrotzte dort noch vonden Holländern freien Abzug und die Ansage eines ehrenvol-len Begräbnisses für seinen Freund, welche abernicht gehalten wurde. Schills Kopf soll wegen der Prämie