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Das Heer von Inneröstreich unter den Befehlen des Erzherzogs Johann im Kriege von 1809 in Italien, Tyrol und Ungarn : durchgehend aus officiellen Quellen, aus den erlassenen Befehlen, Operationsjournalen u.s.w / von einem Stabsoffizier des k.k. Generalquartiermeister-Stabes eben dieser Armee ; [Joseph von Hormayr]
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s. F. M. L. Chastcler bat den General Buvl mit nichtmchrals gegen -400 Mann ohne Geld, ohne Munition uud ohne Wei-sung in Tyrol zurückgelassen. Er war jedem blinden Anfall unddem Mißtrauen des aufgereihten Volkes preis gegeben. Dieäußerst thätige Bewaffnung der RanzionirLcn, womit man abernoch bei weitem nicht fertig ist, verstärket dieses Corps bis über6voo Mann. Allein es fehlt an Pulver, an Bley, qn Gewehren,die Kriegseaffe hat schon seit der ersten Hälfte des Jrmi keinenKreuzer mehr, und die Truppe lebt ganz auf Unkosten des äußersterschöpften Landes, dessen Eifer unter diesem Drucke nothwendigstumpf werden muß. — Von Schwaben, von Italien, von derSchweiz und größtcntheils auch von der Seite von Jrmerösterreichder, ist Alles gesperrt, hiemit muß die Verlegenheit nothwendigmit jedem Tage in einer fürchterlichen Progression zunehmen, und, wenn die versprochene Hülfe noch >v bis 14 Tage ausbleibt, uner-läßlich eine völlige Unsicherheit des Eigenthums und ein inneresKrieg entstehen. Nach der dermaligen Stellung, und da wir wirk-lich dem Feinde, von Villach bis Tarvih unsicher machen, könnteaugenblickliche Hülfe an Geld und Getraide zuverlässig am schnell-sten bewirket werden, wenn zugleich von Tvrol und von Mabrburgaus über Volkermarkt gegen Klageufurt gedrückt, würde.. Einige,

, wiewohl sehr unzureichende Erleichterung, könnte uns durch Wech-sel auf solide Schweitzerhänsergeleistet werden, allein nur sehr unsi-cher, weilallda französischer Einfluß vorherrscht. — Ohne solche Hülfean Geld, und wenigstens an etwas Munition und Getraide, bliebe' uns nichts Anders übrig, um nicht die Einwohner aufzufressen,und in eine große Räuberbande auszuarten, als uns über Klagen-furt gegen Wärasdin durchzuschlagen, und nicht abzuwarten, bisein starker feindlicher Angriff durch das Junthal gegen den Bren-ner geschieht, und ein anderer Trupp uns auch noch den Auswegnach Kärnthen versperrt. — Bemerkenswert!, ist übrigens, daßhämischer Seits die Versuche, das Volk zur Entwaffnung und'Unterwerfung zu bewegen, mit großer Arglist'und Audriuglichkeitfortgesetzt werden. - Die Hauptrolle hiebci spielt der geheime Re-ferendar Utzschneider in München. — Französischer Seits wirdgedroht, das südliche Tyrol mit Italien zu vereinigen, das nörd-liche aber auf zehn Jahre unter militärische Regierung zu werfen.

^ --- Dieß Alles schildert hinreichend den äußersten Drang unsererLage, und die Nothwendigkeit der schleunigsten Abhülfe, oder be-stimmter Befehle. Eine gemeinsame Erxcditivu nach Klagcnfnrt