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Das Heer von Inneröstreich unter den Befehlen des Erzherzogs Johann im Kriege von 1809 in Italien, Tyrol und Ungarn : durchgehend aus officiellen Quellen, aus den erlassenen Befehlen, Operationsjournalen u.s.w / von einem Stabsoffizier des k.k. Generalquartiermeister-Stabes eben dieser Armee ; [Joseph von Hormayr]
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das Commandeur-Kreuz erhielt. Solche Unfälle nach den formtenMärschen, die wir seit Braunau gemacht hatten, eine Schlacht vonvier Tagen, zwei Drittheile der Artillerie verloren, die Pontonsverbrannt, die Armee im Rückzüge und bestürzt, greuliche Wegemit Nachzüglern besäet, alle Gewässer ausgetreten, die Truppen inSchnee und Schlamm gelagert, unsere Magazine auf dem rechtenUfer geplündert, verbrannt oder genommen, — und ich frage Sie,mein Fürst, ob diese Armee, wenn auch durch BellegardesCorpsverstärkt, dem siegenden Napoleon widerstanden haben würde, sobalder sie auf der Ferse verfolgt hätte ? Er würde sie in den Böhmer-wald hineingeworfen haben; sie würde wegen Mangel an Lebens-mitteln in der größten Unordnung zurückgekommen seyn, die Land-wehr, welche uns später 6o,°--c> Mann lieferte, hatte sich nicht mehrgebildet, unsere Rekruten - Depots wären zerstückt, und Napoleonkonnte in 14 Tagen sich aller unserer Hilfsquellen bemächtigen, unddamit verfügen. Er hat seinen damaligen Fehler so sehr gefühlt,daß er ihn dem Wimxfen bekannte und eiugestand, er hätte nichtgeglaubt, daß wir fähig wären, uns auf solche Art wieder aufzurich-ten; unsere Armee wäre ein Phbnir, der aus seiner Asche wiederauflebte. Dieß erkläret zugleich, warum die Corps von Belfegardeund Kollowrath nicht von der Armee getrennt werden konnten, dieohne sie aus 28,000 Mann in Unordnung gebrachter Truppen bestan-den hätte, wahrend mau nicht wußte, auf welche Seite der Feindseine Unternehmungen richten würde.

Die zweite Detrachtnng, welche dem Scharfblicke Ihres Geistesnicht entgangen ist, mein Fürst, bezicht sich auf die Frage, warum, der Erzherzog, bei dem Anmärsche des Feindes nach Wien, in dessenRücken nicht die Donau übersetzt, ihn zwischen der Hauptstadt undder Armee eingeschlossen und mit einem Schlage seiner Vortheileberaubt hat? Dieses Unternehmen wäre gewiß sehr glänzendgewesen. Ich selbst habe es dem Kaiser vorgeschlagen, und befi'nger-zeigte den Punkt Matthaußen, weil die Brücke von Linz abgebrannt,und die Stadt von 10,000 Mann würtembergischer und badischerTruppen besetzt war, die zugereicht hätten, den Uebergang unmög-lich zu machen. Mein Antrag wurde verworfen, und ich muß geste-hen, die Unternehmung war gewagt, da sie das unfehlbare Gelin-gen einer Schlacht mit umgekehrter Frontb voraussetzte, kein ande-rer Rückzug übrig blieb, als über eine einzige Brücke auf der lin-ken Flanke, und in Folge einer Niederlage die ganzeI Monarchie»hne Vertheidigung gewesen wäre. . Ucberdieß forderten unsere