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Das Heer von Inneröstreich unter den Befehlen des Erzherzogs Johann im Kriege von 1809 in Italien, Tyrol und Ungarn : durchgehend aus officiellen Quellen, aus den erlassenen Befehlen, Operationsjournalen u.s.w / von einem Stabsoffizier des k.k. Generalquartiermeister-Stabes eben dieser Armee ; [Joseph von Hormayr]
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Brief des Staatsministers Grafen von Stadion an denF. M. L. Grafen von Grünne.

, Prag, den 17. November 180g.

Herr General!

Schon vor meiner Abreise von Dotis benachrichtigten mich mei-ne Freunde, daß in den Gesellschaftszimmern von Ofen und PcsthAbschriften von Briefen in Umlauf wären, die Sie über die Ereig-nisse des letzten Krieges an den Fürsten von Ligne geschrieben hätten,und worin ich bei mehr als einer Gelegenheit genannt war. In herFolge führte man mir einige Stellen dieser Briefe an, die meineNeuglerde, sie ganz zn kennen, noch höher spannen mußten. Beimeiner Mickkchr von einer Reise auf das Land war ich so glücklich,in meinem Hause mehrere Exemplare dieser Corrcspoudenz zn finden,die ich mit allem dem Interesse gelesen, welches mir der Nameeiner Person einflößen mußte, bei der Sie Ihr neues politisches'Glaubensbekenntniß zn hinterlegen für gut fanden. Die Schnellig-keit, womit die Abschriften dieser Briefe sich verbreitet haben, machtes wahrscheinlich, daß sie das Schicksal haben werden, früh oderspät der Historie anzugehören, und vielleicht werden Sie mir dafürDank wissen, Herr General, wenn ich es über mich nehme, einigeUnrichtigkeiten zn bemerken, die mich betreffen, und zweifelsohneIhrer Aufmerksamkeit entgangen sind. Es gibt Irrthümer, überwelche man im vertraulichen Briefwechsel leicht wegschlichst, die aberein Werk entstellen, das eine Art von Publicität gewonnen hat. Ichbedanre jedoch, daß ich meinen Bemerkungen noch nicht die volle Ge-nauigkeit geben kann, wie ich es wünschte. Ich sah nicht voraus,daß die vertrauten Dienstverhältnisse zwischen dem dirigirenden Ge-neral des Kriegsdepartements und dem Minister der auswärtigenAngelegenheiten je ein Lesegegenstand zum Zeitvertreib der Gesell-schaft werden konnten, und so habe ich auch dießfalls keine Vorsorgegenommen. Ich habe es vernachlässigt, über meine UnterredungenProtokolle zu führen, und während meiner Reise war ich nicht einmalmir der Sammlung Ihrer Briefe versehen, die ich jedoch zu seinerZeit unter meinen übrigen Papieren finden werde.

W-nn ich schon nicht im Stande bin, mich des ganzen Inhaltsjener beiden Briefe im Detail zu erinnern, die Sie, Herr General,gegen das Ende des letzten Jahrs an mich gerichtet haben, und wo-von Sie einen Anszng Ihrer Conzepte dem Fürsten von Ligne mit-c LÜ