Band 
Erster Band.
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brücke bey Nattenberg vor. Hier hatte» die Insurgen-ten festen Fuß gefaßt, die Brücke war abgetragen, undder unmittelbar vor derselben sich links an der Straßefast senkrecht erhebende Koppelberg mit Stein- undHolzschleudern, mit Rinnen zum Herablassen gespitzterStamme Und schwerer Steinkasten, und mit andern derwirksamsten VertheiSiguiigömittel versehen, wodurch siedie Straße zu beherrschen und den Uebergang zu verhin-dern glaubten. Allein die Schützen unsrer Brigade,welche unter dem Befehle deö Majors von Zeicher dieAvantgarde hatten, ließen sich durch solche Maaßregelnnicht schrecken; als der Major Zeicher von Kugeln durch-bohrt geblieben war, übernahm der damahlige Oberlieu-tenant von Moliror daö Commando, überzeugt, daß ineinem solche» Falle nur ein rascher Entschluß entschei-de, stürzte er sich gegen die Brücke, kletterte an derSpitze seiner Schützen auf den noch vorhandenen Bal-ken der Brücke über den Fluß, verjagte jenseits denFeind und machte eS so dem Ingenieur» HauptinannHazzi möglich, in kurzer Zeit die Brücke herzustellenund daö Nachrücken der Division zu bewerkstelligen.

Noch denselben Tag den 15. May stürmte unsreBrigade die Stadt Schwatz, welche mit östreichischenLinientruppcn, Landwehr und Insurgenten angefülltwar, die sich nicht nur auf den Straßen geschlossenwehrten, sondern in den Häusern, Kellern, auf Bödenversteckt und von den Dächern herab auf unö feuertenund aus alle Weise daö Eindringen zu verhindern such-ten; allein keine Gefahr scheuend, drangen wir immerweiter vor und wurden Meister der Stadt. Durch ei»kluges Manöuvre unsers damaligen, nun pensionictenOberst.» von Dalwigk wurde ein großer Theil deS Fein-