126
Als am '15. Februar 1314 das Wrcdi'sche ArmeerkorpS in der Gegend von Villeneuve le Comte ange-kommen war, sollte eS anf einige Tage Kantonnirnngenbeziehen; da aber zu derselben Zeit die Hauptarmee unetcr dem Fürsten Schwarzcnbcrg vom Armeekorps desMarschallS Soult zurückgedrängt wurde, so nahte sichder Feind auch unserm Armeekorps und warf sich mitIlebermacht auf die Avantgarde desselben, welche anSzwey National-FeldbataillonS, einigen östreichischen Ba-taillons, unserm Negimente und einiger ungarischen Reu-terey bestand und ungefähr 5 bis 0000 Man» betrug.
Um den Rückziehenden ihre Bewegungen zu erleich-tern,'faßten wir daher vor senem Dorfe Position, undwurden den folgenden Tag angegriffen, einige StücksGeschütz, welche wir Anfangs noch bey uns hatten,mochten dem dreymal so starken Feind eine größere Ideeunserer Stärke gegeben haben, um so mehr, als dasuns im Rücken liegende Dorf im Zweifel ließ, waö inund hinter ihm verborgen sey, so daß er sich bataillons-weise in Kolonnen setzte, eine förmliche Schlacht zu er-warten schien und daS Gefecht begann.
Dem Mißverhältnisse an Zahl ungeachtet wehrtenwir unö in unserer Position bis Abends, wo unser rech-ter Flügel znrnckgedrückt und sich zurückzuziehen ge-zwungen ward, allein demnngeachtet hielt sich unserRegiment anf dem linken Flügel »och über eine,Stun-de, hinderte den Feind in Verfolgung der Weichende»und zog sich erst dann, als eine weitere Vertheidigungzwecklos gewesen wäre, in größter Ordnung zurück.
Bey dieser Affaire zeichnete sich vorzüglich der Haupt-man» Va.ron von Lilgenau unsers Regiments aus, tr