Band 
Erster Band.
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und wegnehmen. Die Besatzung wurde theils nieder-gemacht, theils gefangen.

Pappenheim war nun ernstlich bedacht, alle Mittelzur Belagerung zusammenzubringen. Die beyden Stif-ter Halberstadt und Magdeburg mußten ihm 400 Pferdeund 3000 Schanzarbeiler liefern. Aus den benach-barten Festungen vorzüglich auö Wolsenbüttel, ließ erGeschütz bringen, so daß er Anfangs März 20 halbeKarthaune», 0 Schlangen und 0 Falkonen hatte.

Da die Kalte etwas nachgelassen hatte, fieng erauch sogleich an, seine Quartiere verschanzen zu lassen.Der schwedische Kommandant benützte aber auch dieseZeit und ließ 12 neue Schanzen um die Stadt herumauswerfen. Die stärksten derselben lagen aufwärts derElbe an beyden Ufern und auf den Inseln diesesFlußes.

Mit welch gespannter Aufmerksamkeit Pappenheimzugleich den Bewegungen des Grafen Tilly und deS,Königs von Schweden folgte, zeigen seine Berichte anden Kurfürsten und an Tilly *), Er sah sehr wohlein, daß man vor Allem die Kräfte deö katholischenHeeres, welche so sehr versplittert waren, vereinigen,und auf den König losgehen müsse, damit man ihmnicht Zeit lasse, sich zu verstärken, und durch die Ein-nahme aller festen Plätze in Mcklenburg und Pommernsich eine sichere Basis zu verschaffen. Die ligistischenTruppen waren zum Theil in 45 größere und kleinereStädte in Niedersachsen und Westphalen zerstreut **),

( *) Sieh die Beylagen Nr. 24, 25 und 26.

’*) Ligistische Garnisonen lagen ist Lingen, Lippstadt, Hamm,Unna, Herforden, Bielefeld, Sparenberg, Osnabrück,