Band 
Erster Band.
Seite
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-Auf fe?tt Wällen von Magdeburg fanden die Eroberer67 Stücke schweres Geschütz. *) Dieß war aber bey»nahe der einzige Vortheil, den Tilltz aus der Einnahmeder unglücklichen Stadt zog. Das wahrend deSSturmS entstandene Feuer hatte sie in einen Steinhau-fen verwandelt, **) der nun dem, ohnehin so großenMangel leidenden, katholischen Heere keine Hülfsmittelmehr darbot. Tilltz konnte sich daher auch der Erobe-rung nicht freuen, da dadurch nicht viel gewonnen war.Als er dem Kurfürsten die Einnahme der Stadt meldete,setzte er hinzu 1 »Darauf hat sich aber ein großes Un-» glück zugetragen > indem unter wahrendem Sturm in»der Stadt eine große Feuersbrunst, so der Feind wegen»deö hie und da eingelegten Pulvers, (zu dem Zntent,»wie der Gefangenen Auvsage insgemein verlautet, daß»den Unsrigcn solche nicht zu Gute komme), mit Fleiß»und ex malitia verursacht, entstanden, welche bey»solchem Tumult und bey dieser großen Hitze keine Mög-lichkeit zu löschen gewesen, also daß sie so weit um»sich gefressen, daß die ganze Stadt, ausgenommen des»hohen Domstifts und etlich weniger Häuser, in diei> Asche gelegt worden,« ***) Damit stimmt auch der

') Siehe die Beylage Äw. 32.

♦*) Hendel in seiner Beschreibung aller ehma-ligen und jetzt üblichen Wehr - und Waffe >:'»Arten (S. 181) stellt die Vermuthung auf, daß sichdie' chtagdcburger bey dieser Belagerung sogenannterPecdfvritzen bedienten, die sie schon im Jahr 1452gegen die H'ußltcn gebraucht hatten'.' Ast diese Derniu»thung, gegründet, so läßt sich di< Veranlassung de«Brandes sehr natürlich erklären.

***) Sich» die Beylage Nro- 35.-