Band 
Erster Band.
Seite
106
JPEG-Download
 

einer Gliedcrdistan; von zwey Fuß: 3 4' für denHintertheil deS Pferdes im ersten Glied, 2' für dieGliederdistanz, 4 ^ für den Vordertheil des Pferdesim zweyten Glied, also zusammen gP.

Wenden sich nun die Flügelleute genau, so sollenzwischen diesen zwey Flügelleuten (welche, wenn siedie Wendung genau auf dem Drehpunkte machen, eben-falls jeder noch eine halbe Pferdsbreite von dem Raumefür sich nehmen) noch drey Reiter Platz finden, welcheszusammen einenRaum von 3X2i‘ +2XU'= lOguf}giebt. Es fehlt demnach bey der genauesten Aus-führung noch 2 Fuß Raum für den vierten ManndeS zweyten Gliedes. Soll derselbe daher einrücke»können, so bleibt nichts anders übrig, als daß entwe-der vor der Wendung das zweyte Glied sich, um soviel als nöthig ist, zurückziehe, oder daß die Flügelleutewährend der Wendung zugleich ihre Pferde seitwärtstreten lassen, welches beydes für die Pferde nachtheili-ge Bewegungen sind, und welche überdieß Zeit kosten.

Noch in etwas unterscheiden sich diese Arten derWendungen zu Dreyen und zu Vieren.

Nach den beyden Arten der Wendungen zu Dreyenkommen die Abtheilungen derselben Glieder so nah hin-tereinander zu stehen, daß gar kein gwischenraum zwi-schen den Schweifen der Vorder» und den Nasen derHintern Pferde statt findet, wodurch sich nothwendigerWeise beym Marsche die Colonne verlängern muß;denn obwohl das preußische Cavallerie-Reglement be-stimmt, daß sodann die geraden Abtheilungen auf disLücken der ungeraden reiten sollen, um Platz zumAusgreifen zu gewinnen, so reicht dieß doch nicht füräste Gangarten hin.