Band 
Erster Band.
Seite
22
JPEG-Download
 

22

ben und einem guten Boden ab, so werden überall,wo es an diesen Dingen nicht fehlt, unsere Reitereye«die Schlachten entscheiden und dann gebührt dem Fuß-Lolk nicht der erste Rang im Heer, welchen man ihmsetzt allgemein giebt. Bey der Schnelligkeit, durch wel-che Reiterey auch Umwege bepützen, sich auf demSchlachtfelde vervielfältigen, auf jeden zugänglichenOrt Uebermacht bringen kann wird uns die Kriegs-Geschichte keine Schlachten in der Ebene, keine unan-getastete Rückzüge durch dieselbe, keine Schlacht-Felderzeigen, deren Schlüssel drr Reiterey zugängig war; imA-ffang der Schlacht werden die gegenseitigen Reiterauf einander losstürzen und mit der Flucht der einen,wird auch deren Fuß-Volk niederliegen. Keine Stel-lung, keine noch so große Zahl von Geschützen wirddasselbe schützen, wo die geschlagene Reiterey Wegedurch und hinter ihr Fuß-Volk gefunden hat, dawird sie auch die siegende finden, wenn und wo daöFuß-Volk dem Reiter den Zugang nicht zu wehrenvermag, da wird sich vergeblich das durch dasselbegedeckte Geschütz zu halten bestrebe». Und wenn sichdiese große angenommene Waffen - Wirkung zu Pferdin der Wirlichkeit bewährt, warum sieht man nicht inallen Staaten alles aufbieten, um den größten Theildes Heeres auf Pferde zu setzen, wie könnte man als-dann noch eine andere Gränze für die Zahl der Reite-rey in einem Staate suchen, als die Gränze des Staatö-VermögenS?

H. 10.

Allen diesen Voraussetzungen entspricht aber nichtsin der KriegS* Geschichte der legten 10 Jafyre. Die