Band 
Erster Band.
Seite
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Die Beurtheilung untersucht aber den Werth desLehrbuchs gar nicht in dieser Hinsicht, nur Sprach-Unrichtigkeiten forscht sie nach. Zuerst wird daö Schrei-ben französischer Wörter nach französischer Aussprachegetadelt. Weil auch hier Gründe fehlen, so will sieder Verfasser auö Adclung aufstellen, um die seinigenzu rechtfertigen. Adelung sagt in seiner Anweisung zurdeutschen Orthographie: »Die nächste Absicht derSchrift ist die möglichste Verständlichkeit. Soll dieseerhalten werden, jo muß das fremde Wort auch imDeutschen seine eigenthümliche Gestalt behalten. —Aber, wendet man ein, durch diese Schreibart wird derUnkundige zu einer falschen Aussprache verleitet. Im-merhin, ist er der fremden Sprache ganz unkundig,so gewinnt die Verständlichkeit für ihn nichts, er magdas Wort richtig oder falsch auösprechen, der Nachtheilist wenigstens unendlich geringer, als ein Wort umdeö Unkundigen willen, selbst den bessern Kennern ver-dunkeln. UebcrdieS ist die hochdeutsche Schrift - Spra-che eine Sprache der obern, nicht der ganz unwissen-den untern Klassen, welche sich eigentlich gar nichtmit fremden Wörtern und Namen bemengen sollten.«Der Verfasser hatte folgende Gründe, daö von Adelunggetadelte Verfahren gerade für diesen Fall anzuwenden.Der der fremden Sprache ganz Unkundige, auf wel-chen Adelung gar keine Rücksicht nimmt, war hier vor-züglich zu berücksichtigen. Hier ist nicht von fremdenWorten die Nede, die man vermeiden, oder durchdeutsche ersehen kann. Der Unteroffizier z. B. ist ge-zwungen, solche fremde Wörter im Dienst auszu-sprechen und zu verstehen, wenn sie von seinen Vor-gesetzten gesprochen werde». Dg er von der fremden