Band 
Dritter Band.
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Felr»de in Ingolstadt zu seyn. Noch fällt es aber auf,daß von dem gegen Osten entferntesten, und dem Feindeam nächsten gelegenen Punkte Paßau, weiter nach In-golstadt sey, als,von Eger und Salzburg dahin; daßendlich, wenn auch in Vraunau kein österreichisches Heerstehen würde, doch so viel dort stehen könnte, als erfor-derlich ist, einen gegen Paßan vorgeschobenen, kleinenTheil der bar'rischeu Armee, im Marsche zu erreichen,und zu hindern, denn von Vraunau bis Neustadt ander Donau sind nur 13 Meilen, und eü kann derFeind, den über Regensburg nach Ingolstadt auf derChaussee ziehenden Theil, welcher 26 Meilen zurückzule-gen hat, in den Defileen von Abbach, und an der Abenöanfallen und den Weg versperren, wenigstens die Verei-nigung erschweren.

Hier finde ich nothwendig zu bemerken, daß keines-wegs blos dre Garnisonen gemeint seyen, welche inden benannten Plätzen liegen, hier ist jedesmal der sieumgebende Landestheil, und die in demselben zerstreu-ten Kriegsdienstpflichtigen verstanden, deren Möglichkeitanzukommen, daher ebenfalls auch milberechnet wird,obschon ein Einberufen derselben, erst in demselbenAugenblicke, in welchem der Feind über die Gränzengeht, ein Fehler wäre, welcher keine Rettung verdiente.

Demnach könnte also Ingolstadt hinlänglich alsCentral - Punkt für Barern dienen, und entspricht aussereinem Mißverhältnisse gegen Vraunau, vollkommender ersten Bedingniß. —

Hinsichtlich des zweyten Punktes, dervielen und geraden Sraßen.

Aus Ingolstadt führt eine Straße nach München,eine andere nach Neuburg und aufwärts der Donau