heriger Einreihung in die Linie dem verdienstvollen, eineReihe von Jahren dienenden Offizier vorgesetzt wurden;wenn nun gleich diese Männer ehrenvoll gedient haben,so bleibt eS doch immer schmerzlich für Jenen, der 5 bis 6Feldzüge tadellos ausgezeichnet gedient hak, mit Wundenbedeckt ist, wenn erjsich Männer, auS verschiedenen Stän-den znm Militärstand plötzlich übergetreten, vorgezogensieht — wie rückwirkend diese rücksichtslose Einreihungauf den Geist der Armee war, die Harmonie der Offi-ziere zerstörte, ist wohl allgemein annerkannt. — Jeneaber, welche eben so von Civil- Behörden geprüft, zuOffiziers gewählt, sich bey der Einreibung in die Liniemit einschlicheu, durch Unsittlichkeit, Mangel an Bildungdem Militairstand nur Unnehre machten sind jetzt, wennsie selbst an dem Begnadigungs-System einer hohenZustizstelle, eine haltbare Stütze gefunden hätten, auSden Reihen der Armee ausgestoffen.
Wenn ich nun dem Verfasser in Vorbesagtem bey-stimme, so kann ich mich des Widerspruches nicht be-geben, und ihn einer abermaligen fälschlichen Ansichtbeschuldigen, wenn er die verderblichen Ursachen, welchedie Eintracht, den guten Geist in der Armee untergruben,ferner nur allein im Privatleben des Offiziers sucht;wie überhaupt der Verfasser sich zum Grundsatz gemachtzu haben scheint, die Mangel in den dienstlichen Einrich-tungen nicht zu berühren, und nur alle Schuld deö ge-sunkenen Geistes auf den Subaltern zn wälzen.
»An uns liegt es, das durch eigene Schuld zer-störte wieder aufzurichten« sind die Worte des Verfas-sers; — allein er ist im Irrthume; — sollte dieß nichtvielmehr in den Mangeln innerer Einrichtungen, im Man-gel eines streng gesetzlich geformten DienstreglementS, in