Band 
Dritter Band.
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wiewohl man an den meisten Orten die Pallisaden wiederausgezogen. In so gutem Stande nun jetzo die Fortifica-tion ist, so schlecht und miserable siehtS hingegen um dieNesidenz aus, denn außer, daß alle Menbeln und waösonst von Kostbarkeiten im Schlosse gewesen, wegenbekannten Ursachen weggeführt worden, so ist dasSchloß dazu verschlossen. Und hat man versichert, daßalles, was nur hat können weggebracht werden, alsSchilderepen uud andere dergleichen Sachen, mit ab-geführt worden. Der Stall und. das Zeughaus istgleichfalls so ausgeleeret, daß nichts darein zu findenist. Der Churprinz hat zwar noch seine Nesidenz, erhat aber gar eine schlechte Hofstadt. Zm übrigen wirddie Regierung von dem kaiserlichen Administrator Grafvon Löwenstein verwaltet. Sonsten werde allhier wegennöthigen Affairen mich noch einige Zeit aufhalten. Da-her mein Herr belieben wolle, die Briefe hieher aumich zu addressireu.

Nro. 2.

Mein Herr!

Aus dessen an mich Abgelassenen ersehe, daß Dieselbevon mir verlanget, von demjenigen, was wegen derbaierischen Unruhen passiret, demselben einige Nachrichtzu geben. Ich werde demnach nicht ermangeln, diesesschuldigermassen zu berichten. Ich muß aber zuvormelden, wie daß allhier Alles, so von diesen Affairenberichtet wird, vielfältig variret, und dannenhero werdenichts anders schreiben, als was mir durch glaub-würdige und dieferSache wohlkundig«Leut«