einen Hü'liptmann von den Rebellen nebst unterschiedli-chen Bauern, so sie bis an dieiPaffauergranze begleitet,so lang in Arrest genommen, bis ihnen wegen solchenungebürlichen Affront Sarisfaction geschehen. Sovielman von den fernern Desseins der Rebellen vernimmt,so mag der vornehmste wohl auf Sträubing 11)
ii) In allen frühern Kriegen haben die Bürger vonStraubing ein vorzügliches Beyspiel von Heldenmuthgegeben.
Als im November i6öZ. der Herzog Bernhard vonWeimar in Baiern einfiel, schlug die Stadt'unter demObersten Haslang, einen Anfall der Schweden ab underst als später der Herzog selbst mit 6000 Mann dieselbeaufs neu« belagerte, wurde sie von der schwachen Besa-tzung übergeben.
Im Jahre 1704- forderte der kaiserliche General d'Er-beville Straubing zur Uebergabe auf, allein die Bür-gerschaft hatte sich erboten, die Stadt bis aufs äußerstevertheidigen zu helfen und auf Leben und Tod zu käm-pfen— und muthig hatten sie mit heldenmüthgerAusdauer während iz Tagen mit mangelnden Le«bensbedürfnüssen und Munition, gegen Brand und Todgekämpft, bls Ersatz erschien, 'allein statt daß derselbe denFeind verjagte — ward auf kurfürstlichen Befehl mitdemselben unterhandelt uud Straubing übergeben , des-sen edle Bürger sich nun den kaiserlichen Bedrükungenunterwerfeu mußten.
Im April 1747 rückte der kaiserliche General Wurm-brand vor die Stadt und forderte Uebergabe — alleindie Bürger gelobten, verbunden mit den tapfern Vater •limbischen Kriegern, unter dem Obersten von Wolfswie,sen, sich bis auf den Letzten zu vertheidigen, und nachallen Anstrengungen des zahlreichen Feindes, gelang esden glänzenden Thaten der vereinten Vertheidiger, alssich Unterstützung nahte, denselben mit Hinterlaisunggroßer Opfer, fliehen zu seheg.