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Dritter Band.
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gen des Gewölbe gebracht, allws er von seinen vorige» jUntergebene» nunmehr Gefangenen erkannt, und mit jOhrfeigen und Nasenstübern übel tractirt worden, sodaß man ihn von dünnen heraus in Sicherheit bringe»müssen; und sitzt nun mit einem Ringe um den Hals,auch an Händen und Füssen gefesselt, und um denLeib mit einer Kette geschlossen. Nun liegen 10 bis 12kaiserliche Soldaten in einem Hause, welchen täglichEssen und Trinken auch Geld erlegt werden muß. So«»glücklich nun die Rebellen in Kelheim gewesen, ebenso unglücklich ist es ihnen auch nicht weit von Strau,hingen ergangen; denn als die baierischen Rebellendieser Tage das Städtlein Landau an der Isar, nach-dem die darin» gewesene kaiserliche Garnison solchesverlassen, und sich nach Dingelfingen gezogen,occupirt, haben sie sich unterstanden, jetzt gemeldresDiogelfingen gleichfalls zu attaquiren. ES ist ihnenaber dieses Dessein sehr mißlungen; Massen der darin»gelegene kaiserliche Commendant denen Bauern mit einerEscadron Reuter entgegen gerücket, und sie angegriffen,da er denn selbige sogleich in die größte Consussion ge-bracht, und ohnerachtet sie bis 3000 Mann stark ge-wesen 15) solche totaliter geschlagen, und zerstreuet.Indem sich nun die Bauern nacher Landau retirirenwollten, wurde es ihnen von den dasigen Büegern selbstverwehret, die Thore zugeschlossen, und sind sehr vielvon ihnen erschossen worden, daß also beyde Oertervon den kaiserlichen maintenirt worden. Der Commen-deur dieser Rebellen, der nun gefangen ist, heißt

15) Nach Zschokke waren eS nur 2000 Bauern. Seite 522im III. Bande.

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