Band 
Dritter Band.
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t Das Verschütten deS Pulvers kann entweder au-

i Nachlässigkeit oder vorsätzlich, ader etwa aus Ueberei-

f lung geschehen.

r a. AuS Nachläßigkeit wird das Verschütten jedes-

mal geschehen, wenn der Soldat weiß, daß die Ladungdaraus eingerichtet ist; er wird es dann nicht zu verhü-ten suchen. — Damit er eS aber verhüte, muß er» darauf aufmerksam gemacht werden, daß die Ladungnicht dazu eingerichtet ist, eS muß ihm gesagt werden,daß ein Verschütten nicht statt finden solle und eS mußalso auch beym Exerciren die gehörige Aufmerksamkeitauf die Befolgung dieses Befehls gerichtet werden.Wird nun auch hin und wieder einmal etwa- Pulververschüttet, so wird, wie die Versuche zeigen, kein sehrgroßer Nachtheil daraus entstehen; (Man sehe daSwas unter c, gesagt werden wird) da eS aber nicht fer-ner mehr privilegirt ist, so wird es sehr abnehmen.

b. Wenn der Soldat nach Obigen (bisher) fcho»aus Nachläßigkeit bey irgend einem Bewehre, Pulververschüttet, so wird eS aus Vorsatz bey solchen Gewehrengeschehen die einen merklichen Rückstoß haben. Bey die-sen wird von dem Manne, so viel Pulver verschüttet,al« er für hinreichend hält, um sich gegen die Stöße de»Gewehrs zusichern, besonders wenn er das, in der Stärkeder Ladung gegründete Privilegium in Betracht zirhteErfahrungen haben dieß gezeigt.

c. AuS Ucbereilung wird das Verschütten warschein-lich nur geschehen, wenn der Feind sehr nahe ist; hierschadet eS aber gerade am allerwenigsten.

Auf 150 Schritt wird die Kugel noch eine hinreichendgroße Kraft haben, wenn auch einmal die Hälfte der

B