Band 
Dritter Band.
Seite
127
JPEG-Download
 

127

Unmittelbar folgen wird, in der zweyten Abtheilung,Las Wörterbuch, welches sich vorzugsweise über diein Alt-Bayern, in der obern Pfalz, und im östlichenFranken übliche Mund- Art ausbreitet. Es wird nichtblos das seyn, waS man gewöhnlich Idiotikon nennt,sondern zugleich auch Glossarium. Es umfaßt alsonicht nur die heutzutage unter dem Volke vorkommen-den in der Schriftsprache unbekannten Ausdrücke, For-men und Wendungen, sondern auch Alles, waö diezahlreichen, vom Verfasser durchgegangenen ältern in-ländischen Schriften und Urkunden in Bezug auf SpracheEigenes darboten. Das Nähere darüber wird bey sei-nem Erscheinen bekannt gemacht werden.

Auf den Grund vollgiltiger Urtheile über diesesWerk, glaubt sich der Verleger berechtigt, dasselbe inmehr als einer Beziehung dem Publikum zu empfehlen.Vor allem durfte es wohl den Beobachtern und Lehrernder vaterländischen Sprache in allen Gauen deutscherZunge willkommen seyn, in dem Länderbezirk aber, aufwelchen es zunächst berechnet ist, muß eö unstreitigvielfachen praktischen Nutzen gewähren, weshalb es vor-züglich Justiz - Polizey - und Militär-Behör-den, Geistlichen, Aerzten, Gemeinde - Vor-stehern, Schullehrern, und Allen, die in ihremBeruf in unmittelbarer Beziehung zu dem baierischenVolke stehen, ein unentbehrliches Hülfsbuch seynmuß.

Der Preis für die Grammatik (3? Bogen groß 8.und 1 Diol.kt - Karte) ist 3 ft. 36 kr. oder 2 Thlr.

München im September 1821.

Karl Thienemann.