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wenig kannten, so konnte man doch erwarten, daß ste in ihremeigenen Lande und unter den Augen des Prinzen von Oranientapfer kämpfen würden, da es vorerst sich ja darum handelte,ob die Niederlande wieder eine Provinz des französischen Kaiser-thums werden, oder ein unabhängiger Staat bleiben sollten.
Man konnte natürlich erwarten, daß Napoleon, nachdemer seinen ruhmbekränzten Thron wieder erstiegen hatte, dieganze Energie seines allumfassenden Geistes der vollständigenEntwickelung aller militairischen Hilfsquellen Frankreichs wid-men würde, aber die Geschwindigkeit und die Ordnung, mitdenen eine so regelmäßige und schön gegliederte Armee aufder französischen Seite der Sambre gesammelt und in Bewe-gung gesetzt worden war, sind wirklich staunenswerth. Dasschnelle, fast plötzliche Wiedererscheinen der alten Armee inihrer ganzen Größe, mit ihren erprobten und wohlbekanntenFührern an der Spitze der Corps und der Divisionen, warso überraschend, daß es schien, als ob Frankreich die Fabelder Drachenzähne verwirklicht habe, und als ob aus der blu-tigen Saat des vorigen Feldzuges eine Generation geübterKrieger empor gewachsen wäre. Nie hat wohl eine Armeealle Elemente einer vollendeten Streitmacht in so hohem Gradebesessen, als die französische des Jahres 1815 — unbegrenztenEnthusiasmus, verbunden mit der aufopferndsten Hingebungfür ihren Führer. Die Erzählungen der Veteranen so vielerdurchkämpfter Schlachten, welche wiederum ihre Adler auf dieSchauplätze ihrer früheren Triumphe zu tragen hofften, sporn-ten den Eifer so manches jungem Soldaten an, und beseeltenihn mit dem Verlangen, vereint mit jenen den Flecken wiederauszuwaschen, welcher den Glanz des nationalen Ruhmes ver-minderte, und eine thatenreiche Seite ihrer Annalen verdun-kelte. Wenn eine solche die Natur der feindlichen Elementewar, so ließ sich leicht voraussehen, daß ihr Zusammenstoß