Band 
Erster Band.
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Die weite Zerstreuung der Streitkrafte des Herzogs vonWellington — deren vorderste Kantonenients einen großenKreisbogen bildeten, dessen Centrum Brüssel und dessen Ra-dien die Straßen nach Tournay, Mons und Charleroi waren,erleichterte die Subsistenz der Truppen, und machte die Un-terhaltung derselben für das Land weniger beschwerlich, wah-rend die Versammlung einer starken Reserve in der Nahe derHauptstadt und die Concentrirung der Truppen auf den in-nern Linien hinreichende Sicherheit zu gewahren schienen. DieHauptpunkte dieser inneren Concentration waren Audenarden,Grammont, Ath, Enghien, Soignies, Nivelles und Quatre-Bras. Von welchem Punkte daher auch ein feindlicher An-griff gegen diesen Theil der belgischen Grenze gerichtet werdenwürde — ob von Lilie durch Courtray oder Tournay zwischender Lys und Scheide; oder von Conde, Valenciennes oderMaubeuge durch Mons zwischen Scheide und Sambre; oderendlich von Maubeuge, Beaumont oder Philippeville überCharleroi zwischen Sambre und Maas, — der Herzog vonWellington war immer bereit, seine Reserve gegen den be-drohten Punkt vorzuschieben, und den übrigen Theil seinerTruppen in Bewegung zu setzen, so daß er zwei und zwanzigStunden nach erhaltener Nachricht stets zwei Drittheile seinerArmee versammelt haben konnte*).

*) Daß der Herzog von Wellington schon seit dem 30. April auf einenAngriff vorbereitet gewesen ist, beweist folgendes:

Geheimes Memorandum

für den Prinzen von Oranien, den Grafen Uxbridge, Lord Hillund den General-Quartiermeister.

Brüssel, den 30. April 1815.

1. Da ich Nachrichten erhalten habe, daß die kaiserliche Gardevon Paris auf Beauvais marschirt ist, und sich im Lande das Ge-rücht verbreitet hat, daß Napoleon die Nordgrenze besuchen werde,s» halte ich cS für nöthig, die KantonemcntS der Truppen mehr zu