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Erster Band.
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Die Truppen waren äußerst erschöpft, da sie sich seit 3Uhr Morgens im Marsche befanden; die Starke der verschie-denen Regimenter, die Namen ihrer Obersten und selbst derGenerale waren dem Marschall eben so unbekannt, wie dieAnzahl der Leute, welche am Ende eines so langen Marschesnoch mit den Teten der Kolonnen mitkommen konnten. DieseUmstände und das Resultat der Recognoscirung von Quatre-Bras hielten Ney von einem nächtlichen Angriff auf diesenPosten ab. Er begnügte sich daher damit, seine Truppenvorwärts Frasne eine Position beziehen zu lassen. Nachdemer hierzu die nöthigen Befehle ertheilt hatte, kehrte er nachCharleroi zurück, wo er um Mitternacht ankam. Er aß hiermit Napoleon, der auch eben erst von seinem rechten Flügelzurückgekehrt war, zur Nacht, und beide unterhielten sich überden Stand der Angelegenheiten bis 2 Uhr Morgens.

Um 5 Uhr Nachmittags erhielt der Herzog von Welling-ton die Nachricht von dem Vorrücken der französischen Ar-mee*). Er war auf dieselbe vollkommen vorbereitet und nurüber die Zeit ungewiß, wann sie ankommen würde. DieRapporte seiner Vorposten, namentlich die des Isten Husaren-Regiments der, deutschen Legion, welches in der Nähe vonMons und Tournay aufgestellt war, berichteten deutlich ge-nug, daß der Feind seine Streitkräfte zusammenzöge. Jedochwar der Herzog fest entschlossen, nicht früher irgend eine Be-wegung zu befehlen, als bis der wahre Angriffspunkt bestimmtbekannt wäre; daher hätte der Angriff selbst zu einer späterenZeit gemacht werden können, seine Anordnungen wären genaudieselben gewesen. Die ganze Armee erhielt sogleich den Be-

*) A. d. u. Nach preußischen Angaben sandte der General von Zie-then einen Feldjäger sowohl an Wellington als an Blücher ab, undsoll der erstere schon um II Uhr Morgens mit der Nachricht vomBeginn der Feindseligkeiten in Brüssel eingetroffen sein. —