275
Als Colville in Tubize ankam, traf er auf die Avantgarde desPrinzen Friedrich, und da hier die Straße nach Waterloo ab-ging, so blieb er halten und ließ dasselbe dem Herzog vonWellington durch den Quartiermeister der Division, Oberst-Lieutenant Woodford melden. Wellington war damit einver-standen und behielt den Oberst-Lieutenant Woodford bei sich,um ihn mit den nöthigen Befehlen zurücksenden zu können*).
Die Artillerie der verbündeten Armee, unter den Befeh-len des Oberst Sir George Wood war folgendermaßen ver-theilt: Auf dem äußersten linken Flügel befand sich eine rei-tende britische Batterie von sechs Geschützen, unter dem Oberst-Lieutenant Sir Robert Gardiner bei der Husaren-Brigade Vi-vian. Auf dem äußern Abhänge des Höhenzuges, oberhalbdes Pachthofes Papelotte standen vier Kanonen der belgischenFuß-Batterie des Kapitäns Byleveld. Die übrigen vier Ge-schütze dieser Batterie befanden sich auf dem Kamm der Höhehinter der Division Perponcher. Auf dem höchsten Punkte derStellung des linken Flügels stand die hannöverfche Fuß-Bat-terie Rettberg mit sechs Geschützen. Die britische Fuß-Bat-terie des Majors Lloyd und die der deutschen Legion unterKapitän Cleeve, jede zu sechs Geschützen, waren bei der Di-vision Alten. Die reitende Batterie der deutschen Legion, un-ter dem Major Kuhlmann, und die britische Fuß-Batterie desKapitäns Sandham, jede zu sechs Geschützen, waren der Di-
*) Oberstlieutenant Woodford blieb während des ganzen Tages auf demSchlachtfeld-, und kehrte erst am folgenden Morgen zu seiner Divi-sion zurück. Es ist bemerkenswerth, daß trotz der fürchterlichen Kano-nade diese Truppen Nichts von der Schlacht hörten, obgleich sie nurauf eine kurze Strecke von derselben entfernt standen. Sie bliebenden ganzen Tag und die Nacht hindurch mit zusammengesetztenWaffen auf dem Felde stehen, ohne irgend welche Kenntniß von demGeschehenen, bis General Colville am folgenden Morgen einen Briefvom Oberst Felton Harvey des GencralstabeS mit der Nachricht desSieges erhielt.