Band 
Erster Band.
Seite
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Der Herzog von Wellington hatte mit sicherem Blicke diesesFeld als dasjenige erkannt, welches gleich günstig zur Ver-theidigung wie zum Angriffe war; hier glaubte er seinem gro-ßen Gegner erfolgreich entgegen treten zu können. Die gegen-über liegende Hügelreihe, welche der Feind naturgemäß mitseiner Schlacht-Linie besetzen mußte, lag vollständig im Be-reich der wirksamen Kanonen-Schußweite, und keine feindlicheBewegung konnte in der Gewehr-Schußweite gegen irgendeinen Punkt der Stellung geschehen, ohne daß sie sogleich be-merkt worden wäre. Die Formation des Terrains im Rük-ken der englischen Stellung war so günstig, daß die Reservenungesehen vom Feinde eben sowohl zu einem Offensivstoße ver-eint, als zur Unterstützung eines bedroheten Punktes rasch her-beigezogen werden konnten. Der Boden war dort für alleWaffen praktikabel, das Terrain vollkommen offen, und diebeiden Chausseen vermehrten die Leichtigkeit der Kommunika-tion zwischen Front und Rücken. Die Besetzung der PostenHougomont und La Haye Samte bot wesentliche Vortheile darund begünstigte eben sowohl eine passive wie eine aktive De-fensive. Die rechte Flanke wurde durch die dominirende Stel-lung der Division Clinton und durch die Besetzung der StadtBraine-la-leud gesichert. Von hier aus konnte die DivisionChassö jede Umgehung dieses Flügels sehr wirksam bedrohen.Der linke Flügel ruhete zwar auf einem offenen, erhabenenPlateau, und stand somit vollständig in der Luft, indeß dasDorf Smohain, die Pachthöfe La Haye und Papelotte und dievielen zerstreuten Häuser und Einfriedigungen auf dem steilenAbhänge, stark mit Infanterie besetzt, die Mittel zu einemhartnäckigen Widerstände gewahrten, auch war die auf der Höhestehende Kavallerie stets bereit, die zurückweichende Infanterieaufzunehmen und den Feind am Debuschiren zn hindern. EinFlankenangriff auf dieser Seite war übrigens leicht zu über-