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Unterdrückern hervorgehen werden, und daß eine Nation Alles ver-loren hat, wenn sie ihre Unabhängigkeit verloren hat. Erzählt ihnen,daß fremde Könige, die ich auf den Thron erhoben habe, oder diemir die Erhaltung ihrer Kronen verdanken, und die, in der Zeitmeines Glückes, alle den Bund mit mir und den Schuh des franzö-sischen Volkes suchten, nun ihre Schläge gegen meine Person richten.Wenn ich nicht wüßte, daß es das Land ist, welchem sie Schadenzufügen wollen, so würde ich diese Existenz, gegen welche sie sich soerbittert zeigen, ihnen zu ihrer Disposition stellen. Aber erzähltEuern Mitbürgern auch, daß wenn das französische Volk mir dieLiebe bewahrt, von der es mir so viele Zeugnisse gegeben hat, dieWuth unserer Feinde machtlos bleiben wird.
Franzosen! Mein Wunsch ist der des Volkes; meine Rechtesind die seinigen; meine Ehre, mein Ruhm, mein Glück kann Nichtsanderes als die Ehre, der Ruhm und das Glück Frankreichs sein."
Diese Rede wurde mit dem höchsten enthusiastischen Beifall undmit dem lange anhaltenden Rufe „vivo I'emxervur" aufgenommen.
Endlich, nachdem die Ruhe wiederhergestellt war, schwur Napo-leon auf das neue Testament die Konstitution des Kaiserthums zubeobachten, und ihre Beobachtung zu bewachen. Nach ihm schwurder Erzkanzler Cambaceres im Namen des französischen Volkes,welches durch die Wähler repräsentier wurde, Gehorsam der Konsti-tution und Treue dem Kaiser. Hierauf erhob sich aus den Reihender letzteren, aus denen der Truppen, und der Mehrzahl der Zu-schauer ein lautes und wiederholtes: „Wir schwören!" die Ministerdes Krieges und der Marine an der Spitze ihrer Deputationentraten nun vor, und leisteten den Schwur, ebenso der Minister desInnern an der Spitze der Wähler, und im Namen der National-garden von Frankreich.
Nachdem nun das Tedeum gesungen worden war, legte Napo-leon den kaiserlichen Mantel ab, erhob sich von seinem Throne undredete die Armee folgendermaßen an:
„Soldaten der Nationalgarde des Kaiserthums! Soldaten derLand- und Seemacht! Euren Händen vertraue ich den kaiserlichenAdler und die nationalen Fahnen an. Schwört, ihn mit Aufopfe-rung Eures Blutes gegen die Feinde Frankreichs und des Throneszu vertheidigen. Schwört, daß er immer das Panier sein soll, umdas Ihr Euch versammeln wollt!"
Der laute und allgemeine Ruf „Wir schwören" erschallte so-gleich unter den Truppen. Unter diesem Jubelgeschrei, schritt Napo-leon auf einen andern Thron in der Mitte des Maifeldes zu. Die