Band 
Zweiter Band.
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Die Konvention von Paris bildete die Basis für die Wie-deraufnahme der Unterhandlungen über den allgemeinen Frie-den, welcher wenige Monate vorher so unerwartet gestört wor-den war. Die berühmten Staatsmänner dieser merkwürdigenPeriode — Castlereagh, Nesselrode, Mettcrnich, Hardenbergund Talleyrand — unterstützt von ausgezeichneten Repräsen-tanten der kleineren europäischen Staaten, sahen jetzt die Wich-tigkeit der Herstellung eines fester begründeten Bundes ein,welcher die feindlichen Interessen aufstrebender Regierungenversöhnte, die Rechte des legitimen Souverains von Frank-reich sicher stellte, und die in diesem Lande wieder hergestellteOrdnung der Dinge befestigte. Die bloße Verpflichtung derfranzösischen Regierung zu einem Bündnisse des Friedens unddankbarer Freundschaft wurde als keine hinreichende Garantiefür die langersehnte Ruhe Europa's angesehen. Frankreich,welches seinen eigenen Wünschen und Interessen gemäß, demganzen Kontinent Gesetze vorgeschrieben hatte, mußte nun sei-nerseits die schwersten Bedingungen eingehen. Die Nationenhatten nach Frieden geseufzet, um ihre erschöpften Mittel wie-der herzustellen, sie verlangten daher Garantien für die Erfül-lung ihrer durch Noth und Mangel bedingten Forderungenund das Aufhören der innern Streitigkeiten dieses Landes.Frankreich mußte daher seine Grenz-Festungen von einer be-deutenden Armee besetzt sehen; dieselbe bestand aus den Kon-tingenten der verbündeten Mächte, und wurde auf seine Ko-sten auf der vollen Kriegsstarke erhalten, wahrend ihm gleich-zeitig schwere Kontributionen auferlegt wurden, um die Sou-veräne zu entschädigen, welche wieder zu den Waffen hattengreifen müssen.

Aber trotz dieser Unfälle uud Entschädigungen ist geradeFrankreich vielleicht dasjenige Land, welches der auf den Trüm-mern des Kaiserthums errichtete Friede am meisten gesegnet