die Weltbühne neuerdings zu führen. Rastlos eiferte der Erz-herzog Johann seinem Bruder Carl mit dem größten Erfolgenach. Die Freiwilligen wurden aufgerufen, die Landwehren ge-schaffen, endlich ein Befestigungsspstcm aufgenommen. Die ersteIdee war die einer umfassenden Befestigung für Oester-reichs Wcstgrenze durch eine Festung erster Größe nebsteinem Brückenköpfe zu Enns, um die Hauptoperationslinie indaS Her; des Reiches zu durchschneiden, und sich des Donau-Ueberganges zu versichern, — durch eine Festung zweiten Rangszu Bruck an der Muhr gegen die Hanptoperationslinie aus Ita-lien, — durch die Befestigung der Cvntra-Brücke bei Altenmark,um die Verbindung zwischen Oesterreich und Steiermark auf derkürzesten Linie zu sperren, und die Verbindung zweier, aus Ita-lien und durch das Donauthal vorrückenden Armeen zu hemmen.
>— Der Umstand aber, daß man die dringendste Gefahr vonSchlesien und Warschau her vermuthete, weil dort bis zum Con-gressc von Erfurt französische Armeekorps standen, und daß maneine höchst übel verstandene Sparsamkeit mit dein Papiergeldezeigte, machte, daß diese vortrefflich gedachten Befestigungen hin-tertrieben wurden. Eben so wurde das wichtige Salzburg nichtzu einer Festung erhoben, aus der man gewaltige Diversionenmachen konnte, iin Rücken eines vorcilenden Feindes, dem einTag von Aspern bevorstand! Dieses alles war eine Hauptur-sache von der nachtheiligen Wendung des Krieges von 1809;nur so konnte es werden, daß von Eckmühl der Feind in rapi-den Laufe gleich bis Wien und Preßburg kommen konnte. —Dafür wurde Comorn eiligst von dein General ChaStcler be-festiget, als Centralpunkt und am Hauptstrome der Monarchie,mit Brückenköpfen und verschanzten Lagern über die Donau unddie Waag. Auch Ollmütz wurde verstärk,; der wichtige Paß derJablunka noch fester. Erzherzog Johann förderte die,Blockhäuserund Sperrpunkte in den Mischen, carnischen und norischenAlpen.
Die ungeheuren Rüstungen Oesterreichs beunruhigten denKaiser Napoleon, der damals die neue Gestaltung von Spanien,von Baponne anS, leitete. Sein Minister der auswärtigen An-gelegenheiten, Champagny, trat darüber mit dem österreichischenGesandten in Paris, mit dem fetzigen Fürsten Clemens v. Met-ternich in politische Verhandlungen, in welchen der österreichische