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Erster Band.
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wurde gedroht, die Stadt zu beschießen, und die Bürgerschaft,die sich versammelte, beschloß auf der Stelle, um die Gefahr ab-zuwenden, die Brücke herstellen zu lassen. Den; Anton Stark,Bürger und bewährten Schiffer, wurde dieses Geschäft über-tragen, welches er auch innerhalb einiger Stunden so zur Zu-friedenheit vollendet hatte, daß ihn; am nächsten Tage von demKämmandanten der österreichischen Vorhut ein belobendes Zeug-niß ausgestellt wurde. Aber bald darauf berief man Stark,unter dem Verwände von Dienstgeschäften, in die GivonacS derOesterreicher an; rechte;; Jnnufer, wo man ihn sogleich verhaf-tete, band, mit dem Tode bedrohte und unter Mißhandlungenin das innere Oesterreich, in die Gefängnisse von Olmütz unhSpielberg abführen ließ. Anton Stark hatte sich in dem letztenösterreichisch-französischen Kriege durch seinen Eifer bei den; Ueber-gmige der französischen Armee über den Z»>; ausgezeichnet. Einähnliches Schicksal wie Stark hatte der Schifferknecht Wägl,der sich bei den; Innübergange der Franzosen 1805i gebrauchenlassen mußte. Auch dieser wurde in Ketten nach Oesterreichweggeführt. >)

An; 9. April gab man der österreichischen Armee Ruhetag,Am 10. ging dieselbe bei Braunem, Obcrnberg, Schcjrding überden Jnn, und rückte diesen Fluß aufwärts vor, mit dein rechtenFlügel längs dem Nottfluß, so daß am 11. April die Armeezwischen diesen beiden Flüssen, auf der Linie zwischen Alt- undNcu-Oetting und Pfarrkirchen und Prombach stand, die Vor-posten bis an den Kohlbach und die Vils vorgeschoben. Von derSeite von Wasserburg ward Jellachichs Corps, das von Salz-burg kam, gegen München gerichtet. An; 8, April befand sichdas Corps pon Bellegardc bei Plan in Böhmen und ging an;10. über die Gränze nach Tirschenreuth; Collowrathö Corpsstand bei Fraucnberg, von wo es der Straße nach Wcrnbergfolgte. 2 )

1) Kurze Lebensbeschreibung des bayerischen Bürgers AntonStark. (Passau/ 1828)/ S- ä6-vo. — Musstnan/ Bd.S. 221-32S.

2) Carl/ Erzherzog pon Oesterreich/ und die östcrr. Armee unterihn; Von F- I. A- Schnndawind/ 2. Thl. S. !)8. — Pe«lcl u. A.