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im Fellathalc, bei Palfa im Natisoncthale, auf den Straßen vonPontafel und von Cividale fing man erst an, Verthcidignngs-Vorkchrungen zu machen, als schon die ersten Schüssefielen. 0 Eugen trat in diesem Kriege zum ersten Maleals commandirender General auf. Als neuer General, aberalter Soldat, hatte er im Gefolge seines Stiefvaters die lehr-reichen Feldzüge von Italien und Aegypten mitgemacht. DieLebhaftigkeit seines Geistes und seine seltene Fassungskraft warendurch Erziehung und durch Beschäftigung mit großen Angele-genheiten entwickelt worden. In der Nähe des großen Mannes,der ihm alle Geheimnisse des Krieges und der Bmmlmngs-kunst so gerne mittheilte, mußte sich Eugen schnell ausbilden.Die Pflichten, die ihm seine Stellung auferlegte, hatten das Feuerseiner Fugend gemäßigt, und ihm die Reife des Mannes gege-ben. Das schönste Lob Eugens ist, daß Napoleon niemals dafürgetadelt worden ist, denselben zu so hohen Stellen berufen zuhaben. Bei diesem Feldzugc, in dem er zuerst als Generalen eliek auftreten mußte, noch nicht 30 Jahre alt, machteer solche Fortschritte in der höheren Feldherrnkunst, daß manihn den ersten Generalen jener kriegerischen Zeit an die Seitestellen muß. — Am 10. April 1809 Abends erhielt er zu Udinedas Aufkündigungsschreiben, das die Oesterreicher seinen Vor-posten zu Pontafel zugestellt hatten, ganz ähnlich dem, dessen sichErzherzog Carl auf der Gränze Bayerns bedient hatte. Die-ses Schreiben lautete: „An den Commandanten der Vorpostender französischen Armee. Einer Erklärung S. M. des Kaisersvon Oesterreich an den Kaiser Napoleon zu Folge, benachrichtigeich den Herrn Commandanten der französischem Vorposten, daßich Befehl habe, mit den Truppen, welche ich befehlige, vorwärtszu gehen, und alle diejenigen als Feinde zu behandeln, welchemir Widerstand leisten werden. (Unterzeichmet) Johann." I— Die Feindseligkeiten begannen.
Der Erzherzog Johann marschirte am 9. über den Prediel.Schon seit acht Tagen schneite es unaufhörlich. Alle Wege warenmehr als mannshoch mit Schnee bedeckt, ein heftiger Sturmwind
1) Ebcndas. S. 4«.
2) Pelrt, 3. Thl. S. H 2 - 1 Z.
3) Das Heer von Znneröflerrcich, S. 34.