abwarten wollen, wenn nicht rauhe Witterung und gefallenerhoher Schnee die über die Grenzgebirgc nach Dalmatien führen-den Straßen unbrauchbar gemacht, und sich die Zufuhren anMunition, Naturalien, selbst Geld, nicht verzögert hätten, worannicht allein die ungünstige Witterung, sondern auch Mangel anZugvieh Schuld war. Die Verstärkungen trafen ein. Stoichevichstellte am 20. April seinen linken Flügel gegen Knin, am BergeKitta, unter dem dreifachen Grcnzpunkte sMednigie Glavizza),wo die earlstädtcr Grenze mit dem türkischen Crvatien und demfranzösischen Dalmatien zusammenstieß, auf, besetzte dort auch dasThal bei Drenovac; gegen Sternnzza, dann am rechten Flügelden Kamm des Welebit. Allein vorrücken konnte Stoichevichnoch nicht, das Wetter blieb noch immer rauh, die Straßenwaren noch immer unbrauchbar und der Naturaliennachschub kaummöglich; so zwar, daß die Truppen oft mehrere Tage ohne Brodwaren. Zudem fingen damals die türkischen Capitaine in Crvatienund Bosnien, welche stets der Herrschaft des Pascha Trotz undUngehorsam entgegensetzten, an, sich zusammenzurotten, und, durchfranzösische Emissäre verleitet, den linken Flügel des GeneralStoichevich zu bedrohen. Sie verheerten die an Türkisch-Croatiengrenzenden Landstriche, welche erst im Sistowcr Frieden an Oester-reich abgetreten worden, verbrannten ganze Dörfer, und machtenMiene, gegen Ottochac; und Gospich vorzurücken, um Stoiche-vich's Cörps seine einzige Verbindung im Rücken mit Carlstadtabzuschneiden. Diesen Einfällen zu begegnen, wurde die Bevöl-kerung des Landes zur Gegenwehr aufgeboten, und zu derenUnterstützung sogar einige Compagnien von dem ohnehin nichtstarken Corps abgegeben.
Gleichzeitig mit dem Angriffe zu Lande durch Stoichevichsollte auch eine, in Zengg auf der vom General l'Espine befeh-ligten öfter. Flotille eingeschiffte Anzahl Truppen in dem sichzwischen der Ezettina und Narenta ausdehnenden Distrikt Pri-morie an der Küste zwischen Macarsca und Almissa, landen,und sich mit dem dortigen bedeutenden Dalmatier Anhangeverbinden, um die in Dalmatien stehenden französ. Truppen zuzwingen, sich in mehrere Corps zu theilen. Allein die stürmischeSee hemmte auch diese Expedition.
Der französ. General Marmont, früher einer der AdjutantenNapoleons, nun Befehlshaber in Dalmatien, stand mit den beiden
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