Band 
Erster Band.
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Schach. Die zweite oder linke Colonne rückte über Raducich nachPagine, nnd beobachtete mit einer Abtheilung Xcgar und Obro-vazzo an der Zermagna. Diese Bewegungen wurden so schnellausgeführt, daß die Nachrichten der Kundschafter erst dem Ge-neral Stoichevich zukamen, als die Franzosen schon alle jenePunkte erreicht hatten. Er mußte nun einen Hauptangriff ausdie Stellung des Centrums bei Gravi-Brod und Privecz gewär-tigen. Der General hatte jedoch noch die nöthige Zeit gewonnen,um den Haupktheil seiner Truppe» dort zu sammeln, als Mar-mont'S Vorhut am Morgen des 30. Aprils wirklich schon denAngriff begann. Dieser wurde immer heftiger und hartnäckiger;jedoch blieben die Anstrengungen der Franzosen ohne Erfolg. Siewurden mehrmals zurückgeworfen. Endlich versuchte ein Theilder ersten französ. Colonne, unter Begünstigung des Feuers ihrerauf den Höhen aufgeführten Geschütze, die Brücke bei Gravi-Brod zu stürmen. General Stoichewich ließ das erste Bataillonder Liecaner-Grenzer, unter dem Major Kapchcrment, vorrücken,und den Feind mit dem Bajonette angreifen. Beide Theile schlugensich mit Wuth; aber die Franzosen mußte», nachdem sie sehr vieleheute verloren hatten, endlich doch weichen. Auch der Verlustder Oesterreicher, besonders an verwundeten Offizieren, war groß.Während dieser Bestürmung ließ Marmont eine andere Abthei-lung der ersten Colonne, bei 5000 Mann, gedeckt durch den hohenBerg bei Ottou, über den Bach Cuzag, in die linke Flanke derOesterreicher gegen den Berg Kitta, der nur von 3 CompagnienSzluiner Grenzmippen besetzt war, marschire». Kaum war derMarsch dieser französ. Colonne entdeckt, als der öfter. HauptmannHrabovsky vom General-Quartiermcisterftabe mit 2 Bataillonenaus dem Centruin über Berg und Thal, auf der kürzesten Liniedahin eilte, »ach siebenviertel Stunden, gleichzeitig mit der feind-lichen Avantgarde, an dem Bache Radiglicvac; bei dem DorfeDcnder anlangte, und diese sogleich angriff. Des FeindeS Uebcr-macht auf diesem Flügel war sehr groß; dennoch behaupteteHrabovsky die erreichte Stellung, und der Feind die seinigc beiBender, an den Abfälle» deS Gebirges Debelo-Berdv. DerVerlust auf diesem Theile des Kampfplatzes war bedeutend. Unterden verwundeten Franzosen befand sich der Brigadcgcneral Sopcs.

Die Nacht hindurch blieben beide Theile ruhig, und nur dasam 1. Mai eingefallene schreckliche Schncewcuer war Ursache,