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Ueber die Bürde neuer Steuern! Sie zahlten nicht mehr alsdie Bayern im alten Lande. 0 Die Aufhebung von Abteienund Klöstern, der Verkauf der Kirchengcräthschaftcn beleidigte ihrenreligiösen Sinn, nicht minder manche neue kirchliche Einrichtung.^ Allein hatten die Tircler diese Dinge nicht auch selbst in Oester-^ reich gesehen? „Der König von Bayern sey wohl ein guter,
^ trefflicher Herr, aber seine Schreiber seyen nichts nütze," war
ihre Meinung. — Um so mehr bot man dem i» Wien ge-
i faßten Projekte die Hand, das vor Kurzen: schmerzlich zer-
rissene Band wieder anzuknüpfen.
Am Ende des Januars 1809 waren, wie uns schon bekannt,Abgeordnete aus Tirol, unter ihnen Andreas Hofer, in Wien! zum Bunde gegen Oesterreichs Feinde geschritten; auf gegebenes^ Zeichen sollte Tirol losbrechen. Andreas Hofer nahm seinenRückweg über Salzburg, besprach sich mit mehreren dahin be-schiedenen Freunden aus dem Pinzgan, Brirenthal, Zillerthal- bei HormayrS Schwager, dem Kassakontrolleur Stolz, beschicktevon St. Johann anö Wintersteller, Oppacher, Sieberer, dannden Binnersdorfer Wirth, Rainer, sah bei Hall Joseph Speck-bacher und Andreas Angeter. Der Wirth in der Schupfen unterdem Schönberge bei Innsbruck, Etschmann, umernahm es, dasGeheimniß und den Plan der Verschwörung und die nahe Er-lösung, wie man es nannte, durch vertraute Boten, ohne daß eineZeile geschrieben werden durfte, von Wirthshaus zu Wirthshausweiter zu fördern, in's Oberinnthal und von dannen bis in's
t) Wenn sie so fertbezahlen sollen, sagten die Tiroler nach derVertreibung der bayerlscben Truppen, als die zur Fort-setzung der Vertheidigung nöthigen Steuern eingefordertwurden, wenn sie fortbezablen sollen, wie bisher, so hättensie wohl auch ganz unter Bayern bleiben können. (Ge-schichte A. Hofers S 268 ). — Wenn man in dem ange-führten Werke S. 26s u f. sieht, daß man auch das B i l l i g emanchmal den Oesterreichern verweigerte, wenn man esdurebzusetzcn vermochte, so ist es glaublich, daß auch dasBillige schon unter der bayerischen Regierung Klagen erzeugte.
2) Eine bayerische Proclamation sagt unter Anderem auch: „daßkeine Kelche au Juden absichtlich verkauft worden seyen.- Dresch- > Bü. 2. Abth S. t8, is, 20.