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Erster Band.
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ihnen während des Kampfes die eben so unerwartete, als unan-genehme Kunde zugekommen, daß die franz. Generale Biffonund Lemoine im Anzüge waren. Nun zerstreuten sich die sieg-reichen Banden Hofcrs, urn diese Colonncn durchzutasten undihnen dann in den Rücken zu fallen, wenn sie zur Seite vonden Wippthalern, in der Fronte von den Jnnthalcrn beschäftigtund festgehalten würden. Die Heerstraße blieb demnach frei. >)Die Capitulation, die Poyk eingegangen, wurde jedoch schlechtgehalten. Die zuchtlosen Aufständer ehrten weder die Tapferkeitderer, die sich ihnen auf Treue und Glauben ergeben hatten,noch die Leiden der Verwundeten u nd Sterbenden, Später indeßwurden diese bayerischen Gefangenen an die Vorhut von ChaS-teler übergeben,

Bisfon nnt seinen Franzosen und Wreden mit seinen Bayernzogen dem Brenner zu, Sie wurden auf ihrem Marsche leb-haft vpn den Tirolern verfolgt, und durch diese von den nahean die Straße herantretenden Gebirgslehnen heftig beschossen.Sie rückten am 12. in Sterzing ein, und nahmen ihr Lagerunweit des Kampfplatzes, von welchem binnen 7 Stunden diewesentlichsten Spuren des Vorgefallenen vertilgt waren. Ueberden gefundenen Widerstand und die rastlose Verfolgung der Ti-roler iin höchsten Grade ergrimmt, plünderten die Soldaten viel-fach und mißhandelten vorgefundene Einwohner. Die Näheihrer gefangenen Waffenbrüder ahndeten und erfuhren sie nicht.Die beiven Eolonnen Bissens und Wredens setzten ihren Marschnach Innsbruck fort, den steilen Schellenberg und Brenner hin-an durch die schauerliche Enge des Passes Luieg, ohne Ruhe,ohne Rast, von beiden Seiten, von den Felsen herab und ausden Wäldern beschossen, mehrmals dprch Verhaue und theilweiseabgerissene Brücken aufgehalten, auf der offenen Heerstraße demFeuer ihrer unsichtbaren, gedeckt stehenden Feinde gleich Schei-ben ausgesetzt, und noch weniger in der Möglichkeit, ihnen in

1) Gesch. Andr. HoferS, S- 81 —sz. — Bayerisches Thqtenbuch,S. K7.

2) Gesch. Andr. Hofcrs, S. 83.

3) Oester. mit. Zeilschr. Jahrs. 1833. 3. Hft, S. 213.