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er fast allein auf die Haufen der Tiroler ein. Da traf ihn die drittein die Brust; auch diese lahmt seinen Widerstand nur auf einenMoment; denn als sich ihm die Bauern nahten, um sich seinerzu bemächtigen, riß der ritterliche Geist den bereits in die KnieGesunkenen, dessen Wunde Ströme Blutes entflossen, wieder em-por. Nochmals versuchte er es, den wankenden Muth der mitSchüssen überhagcltcn Seinigen durch eine kühne That zu bele-ben ,. und in den Hof des Spitals einzudringen, aus dem dieTiroler ein vorzüglich verderbliches Feuer unterhielten, als einevierte Schußwunde am Kopf ihn bewußtlos zu Boden streckte.Wenige Minuten hierauf stürzte auch der bayer. OberstlieutenantSpansky todt vom Pferde. Drei andere Oberoffiziere bildetenmit ihnen an dieser Straßenecke eine schauderhafte Todtengruppe.
Mit Dittfurts Fall, den bald mehrere Oberofsiziere theilten,war der hartnäckige Widerstand der bayer. Infanterie gebrochen.Vergebens versuchten eS kleine Haufen Dragoner, auf die Tirolereinzuhauen; diese zogen sich bei ihrem Erscheinen in die Häuserzurück, aus welchen sie mit einem lebhaften Feuer die feindlichenReiter empfingen, die hierauf das Feld wieder räumten. Abernoch hörte das Gefecht nicht auf. Der Major Erbach von denDragonern und die Majore Zoller und Merz versammelten 470Mann bei der Hanplwache und suchten nun einen Weg über dieJnnbrücke zu bahnen, um sich in Hall an Oberstlieutenant Bärn-klau anzuschließen. Blos einer Nciterabtheilung gelang eS, sichdurchzuschlagen; die übrigen Truppen wurden gefangen genom-men ; die Hauptwache in Innsbruck ergab sich, und mit ihr derNiest der Garnison. Um 11 Uhr Mittags war das Gefecht be-endigt und die Stadt in den Händen Teimerö und der Tiroler.In die Hände der siegenden Landleute fielen die Infanterie undein großer Theil der Reiterei der bayer. Garnison von Inns-bruck, 4 Kanonen, 2 Fahnett, viele Pulverwagen und Bagage,der commandirende General von Tirol, Kinkel, der Oberst Ditt-furt und der eben in Innsbruck anwesende französ. Oberst Con-stantin von den Orcloimemoes siei mnnsiites, 0 — Es warein feierlicher Augenblick, als der Oberst Dittfurt, verblutend,
t) Ocster. mil. Zettschr., Jahrg. <83?, 3. Heft, S- 21,5-216-220—263; 229—260. — Geschichte Andr Hsfeks/ S- 88 -^ 2 .