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Erster Band.
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werde niederschießen lassen." Baraguay d'Hillicrs Wuth stei-gerte aber die nicht unbedeutende Desertion unter den italieni-schen Truppen, nachdem Hormapr einen kurzen und populärenAufruf überall hin hatte ausstreuen lassen: „Die Italienerwelche freiwillig die Fahnen ihres Unterdrückers Bonaparte ver-ließen, würden weder als Gefangene behandelt, noch zu Kriegs-diensten gezwungen werden; sie könnten entweder mit Pässen aufUmwegen in ihre Hcimath kehren, oder sich im Lande bei denLandleuien mit Feld- und anderen Arbeiten ernähren."

Hormapr und Fenner, welcher ebenfalls auf Botzen rückte,hatten kein anderes Augenmerk, kein anderes Ziel, als ganzTirol den Feinden zu entreißen. Allein wegen der UebermachtBaraguay d'Hillicrs in Trient waren sie in vieler Besorgniß.Wäre dieser nicht selbst in Schrecken gesetzt, wäre er ein Mannvon kühnem Unternehmungsgeiste gewesen,, die öfter. Truppenhätten wahrlich ihre Zersplitterung theuer bezahlen müssen.

Hormapr und Fenner stellten nun Chasteler die Wichtigkeitdes bedrohten Botzens vor, und wie höchst nachtheilig es aufden Geist der Tiroler wirken würde, wenn man sie der Rachedes Feindes blosstclle; wie ferner es ein nicht mehr zu ver-bessernder Unglücksfall seyn werde, wenn das brave HäufchenFenners einem Angriff ausgesetzt und die Fortdauer undAusbreitung des Aufstandcs im Etschthale und im Welschtiroldurch Furcht- und Schreckcnöbeispiele in ihren hoffnungsvollenKeimen plötzlich erstickt würde! Auf diese gegründeten Bittenverließ der General Chasteler am 18. April Innsbruck, um somehr, da die Operationen der öfter. Armee in Deutschland nochnicht so weit gediehen waren, daß das Tiroler Corps einenthätigen Antheil an denselben hätte nehmen können und Chaste-ler selbst gefühlt hatte, daß seine Gegenwart auf dem südlichenKriegsschauplatze nothwendig sey, weil von Süden her die neuesteGefahr drohe, der entschiede» begegnet werden müsse. Er über-trug dem eben im Lande eingctroffencn General Buol den Be-fehl über sämmtliche Streitkräfte in Nordtirol und gebot denGeneralen Marschall und Fenner und den OberstlieutenantsLeiningen und Ertl bis Botzen, Branzoll, Neumarkt und Cava-lese vorzugehen. Auch warf er Verstärkungen in das Piavethalund sendete den Obersten Auracher dahin, um das Commandoüber sämmtliche Detaschcments zu übernehmen. Er selbst traf