185 —
vor, um von hier aus die Zugänge um diesen Berg nach Monizu verlegen. Die Einwohner von Ravazzone und aus der Um-gegend begannen noch am Abend die Herstellung der von denFranzosen abgetragenen Brücke. General Fcnner aber ließ dieseArbeit aus dem Grunde unterbrechen, um den Feind, wenn erNovercdo verließe, nicht auf sich zu ziehen. Fenuer konnte, wenner wollte, die günstige Gelegenheit benutzen, über diese hergestellteBrücke den Franzosen, wenn sie auf dem linken Etschufer sichzurückzögen, in die Flanke fallen. Allein wegen seines wenigenLiniemnilitärs war er zu einem solchen Handstreich nicht geneigt.
Einige unbedeutende Vorpostengefechte bei Volano ausge-nommen, blieben die Franzosen während des ganzen 25. Aprilruhig in ihrer Stellung, ohne auch nur einen einzigen Versuchgemacht zu hahen, die Oesterreich«' in ihren AngriffSanstaltenzu stören.
Der Oberstlieutenant Ertl war um 9 Uhr Abends des 22,mit der Umgehungscolonne auf den Höhen von Saltaria einge-troffen. Seine Vorhut stieß auf die Vorposten dpr Franzosen,Diese räumten ohne Widerstand den Ort, und 2 Compagnienvom Negimeute Lusignau besetzten Saltaria. Die Franzosen, einesAngriffes gewärtig, feuerten auf ihrer ganzen Linie von Toldibis St. Jlario. Gegen Mitternacht sahen die Oesterreich«' dieLagerfeuer der Franzosen allmätig erlöschen. Sie sendeten Kund-schaftsabtheilungen vor, die den gänzlichen Abzug derselben ausihrer Stellung meldeten. Baragnap d'Hjlliers, der in der Nachtdie Ankunft des Vicekönigö b« Ealdiero erfahren hatte, brachsogleich auf, und zog sich am 26. auf Ala lind Dolce zurück.
Am 26. rückte Chasteler um 5 Uhr frühe in Noverepo ein.Er gab dem Oberstlieutenant Leder« den Auftrag, den Feind mit2 Escadrons, 1 Bataillon Linieuinfanterie, 3 Compagnien Jägerund einigen Geschützen auf der Hauptstraße nach Ala zu verfol-gen. Um 9 Uhr Morgens erreichte derselbe die feindliche Nach-hut Stunde vor diesem Ort, Die Hauptstärke der französ,Division hatte eine Ausstellung südlich von Ala eingenommen,mit starken DetaschcmentS gegen Ronchi zur Deckung des rechtenFlügels. Leder« stellte sich bei Seravalle auf seine äußerstenVorposten bei St. Margarita. Zur Verhinderung ein« feind-lichen Umgehung des bei Seravalle stehenden Vortrabs durchdas Nonchithal und ein« möglichen Diversion der Franzosen durch