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Erster Band.
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den Montebaldo. Die übrigen Truppen nahm Chastelcr in eineHauptstellung bei Noveredo zurück, um die weiteren Uuterneh-inlingen deS öfter. Heeres in Italien abzuwarten. Major 1'odrouwar mit 3 LaudwehrbataillonS am 25. in Primolauo angekom-men und marschirtc über Borgs di Val Sagana nach Novercdo,wo er sich am 27. mit dein Tiroler Corps vereinigte. MajorLa Nvttc hatte am 25. Arsiero erreicht, von wo aus er, unterstütztvon 1.500—2000 Tirolern, nach dein Arsathale vorrückte, unddie Bewegungen deS Tiroler CorpS im Etschchale längs demRücken des italienischen Grcnzgcbirges begleitend, am 26. zuS. Vctulo im Rücken des Feindes erschien. Chastelcr war durchdaS Brentathal odex durch die Nal Sagqna in Verbindung mitdem Heere deS Erzherzogs Johann, von welchem der tapfere undgeniale Oberst Volkmann Bassauo besetzt hatte. Dieser meldeteseine Ankunft an Chastelcr, welcher sogleich eine Abtheilung TL-rolep Schützen gegen Chiusa und Verona streifen ließ, wo manden Erzherzog Johann recht bald erwartete, um sogleich mit ihmdie kürzesten Verbindungen von dieser Seite emzuleitet zu haben.

Tirol war in der Hand der Ocstcrpeicher; aber in dem ita-lienischen Laudxotheil war nicht der Eifer, wie in dem deutschen; ')der Bauer hatte hier weder Eigenthum, »och das Gefühl derFreiheit, welches den nördlichen Tiroler begeisterte. Wenn gleichMänner, wie Dulponte, Mattei von Ares, Strauchiug u. A. mitBegierde die Sache Oesterreichs ergriffen und verfochten; '<0 wennauch Gemeinden und Disiricte wie Flciins, Primiero, Sugantpalt>, s. w. viel leisteten; wenn sogar ein Mädchen von 18 Jahren,Josephjne Negrelli, in Mannskleidern und bewaffnet mit denSchützen auszog, während andere Weiber von oben herab Steine

1) Bartholdy, S> S2. — Geschichte A. HoferS, G. 124 ff. —lieber dw Verschiedenheit zwischen dem italienischen unddem deutschen Bauer siehe auch noch: „Tirol unter bayerischerVerwaltung, t. Bd. t Hcst, S. ä, ff "

2) Unter den Anführern in Wclschtirpl befanden sich aber auchein Malonetti, der sich zum Manne deS Volkes au-warf in-dem er Gesetzlosigkeit und Freiheit von Abgabenpredigte; ein Garbini aus Schio, ein berüchtigter M eu-chelmördcr- von guter Herkunft und vielem Vermögentt. s. w. (Geschichte A. HoferS, S. 130 und 122 .)