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Erster Band.
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waren, fielen den Ocsterreichern in die Hände. Diese hatten 255Verwundere und 71 Todte verloren.

Das Gefecht war ruhmvoll für die polnischen Recruten, diezum ersten Male in das Feuer kamen; in geringer Anzahl hattensie während acht Stunden allen Anstrengungen auserlesener Trup-pen widerstanden. Aber auch die Oesterreicher und Sachsen schlugensich gut. Die beiden commandirendcu Generale bewiesen an diesemTage persönliche» Muth. Poniatowsky führte in Person seineTruppen zum Angriff auf Falentp vor, und der Erzherzog wargleichfalls überall, wo der Kampf am hitzigsten war.

In Warschau horte man das Feuer der Schlacht, sah man dieFlammen von Falentp und Raszyn leuchten. Alles stand in Erwar-tung; hätte man Freiwillige aufgerufen, der Armee zu Hülfe zueilen, alle Männer wären hingezogen. Man konnte sich nichtüberzeugen, daß daS Gefecht nicht mit vollkommenem Siege fürdie Polen endigen müßte; nicht eher, als das Heerhäuflcin wie-der einzog, glaubte man daran.

Sobald Fürst Poniatowsky eingerückt war, ließ er die Aussen-linien rings um die Stadt besetzen, die man eiligst mit 45 Fcuer-schlünden bewaffnet hatte. Alles war zur Vertheidigung entschlossen;der Bürger zagte nicht für den Verlust seines Hauses, seiner Habe,seines Lebens. Jeden Augenblick erwartete man den Anfang einesBombardements oder die Bestürmung der Schanzen. Indessen der20. verstrich, ohne oaß etwas erfolgte.

Der Erzherzog Ferdinand hatte sich am 20. frühe in Bewe-gung gesetzt, und nahm seine Stellung in gleicher Höhe mit Nacvwitz,zwischen den Straßen von Gora und Blonie. Gegen 4 Uhr Nach-mittags verlangte er eine Zusammenkunft mit Poniatowsky, dieauch auf den Vorposten Statt fand, und einen Waffenstillstandvon 12 Stunden zur Folge hatte. Als hierauf der Erzherzog dieRäumung von Warschau zur Sprache brachte, und dem Fürstendie Unmöglichkeit vorstellte, die Stadt zu vertheidigen, welche einWiderstand den Schrecknissen eines Bombardements aussetzen würde,brach Poniatowsky die Unterredung ab, ohne dießfalls etwas zuversprechen. Indessen war Warschau doch immer einem Hand-streich ausgesetzt; man war zu schwach, um den ganzen äußernUmfang der Stadt zu besetzen; die Armee lief also Gefahr,auf irgend einem Puncte durchbrochen, und selbst von der Seitevon Praga her eingeschlossen zu werden, wenn der Feind unter-